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Sauerlandmuseum

„Die Museen stehen im Wettbewerb“

03.02.2012 | 15:35 Uhr
„Die Museen stehen im Wettbewerb“
Das Sauerlandmuseum in Arnsberg.

Arnsberg.   Am Montag wird der Sieger des Architektenwettbewerbs für die Neuausrichtung des Sauerlandmuseums verkündet. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung dieser Pläne im Zuge der „Regionale 2013“ trifft dann der Kreistag im Juni. Dazu ein Gespräch mit Elmar Reuter (65), seit 2010 Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes und zuvor Bürgermeister der Stadt Olsberg.

Am Montag wird der Sieger des Architektenwettbewerbs für die Neuausrichtung des Sauerlandmuseums verkündet. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung dieser Pläne im Zuge der „Regionale 2013“ trifft dann der Kreistag im Juni. Dazu ein Gespräch mit Elmar Reuter (65), seit 2010 Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes und zuvor Bürgermeister der Stadt Olsberg.

WP: Wie beurteilen Sie in Ihrer Funktion als Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes die Bedeutung des Sauerlandmuseums?

Reuter: Die Sammlungen des Sauerlandmuseums bewahren und präsentieren Geschichtszeugnisse und Kunstwerke, die für die Identität des kurkölnischen Sauerlandes und seiner Kulturlandschaft von Bedeutung sind. Sonderausstellungen und museumspädagogische Ideen haben ein gesteigertes Interesse am Museumsbesuch bewirkt. Aus der Sicht der vielen Heimatvereine im Sauerland ist die Anbindung und Betreuung der Museumslandschaft mit den mehr als 50 ehrenamtlich geführten Heimatstuben, Ausstellungen und kleinen Museen von besonderem Wert.

Auf eine neue Qualitätsstufe bringen

WP: Wie denken Sie über die geplante Neukonzeptionierung im Rahmen der Regionale 2013?

Reuter: Die derzeitigen Möglichkeiten der Präsentation und die Schwierigkeiten, für Sonderausstellungen genügend Fläche zu schaffen, sind unbefriedigend und nicht mehr zeitgemäß. Man muss erkennen, dass es auch in der Museumslandschaft der Regionalmuseen in NRW einen Wettbewerb gibt, den es zu bestehen gilt. Museen sind inzwischen auch Orte für kulturelle Veranstaltungen. All das bedeutet, die räumliche Situation und die technische Infrastruktur zu verändern, um so die Möglichkeit zu bekommen, Sammlungs- und Themenschwerpunkte zu profilieren und die Möglichkeiten für Sonderausstellungen zu verbessern. Diese sind ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Besucherattraktivität. Räume und Technik dafür besser als heute anzubieten, ermöglicht die Kooperation mit anderen Museen bis hin zur kompletten Übernahme von Ausstellungen. Ich meine, die Neukonzeption hat zu Recht den Anspruch, das Museum auf eine neue Qualitätsstufe zu bringen.

Neue urbane Qualität

WP: Was versprechen Sie sich persönlich von der angestrebten „Leuchtturmfunktion“ des Museums?

Reuter: Das Sauerlandmuseum kann so eine Vorbildfunktion in der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Regional- und Landesgeschichte einnehmen. Es wird dazu anleiten, aus Geschichte heraus Gegenwart zu gestalten, auch indem man den historischen Bestand bewahrt und mit Gegenwartsthemen belebt. Natürlich hat die bauliche wie funktionelle Aufwertung des Landsberger Hofes und seiner Umgebung auch eine neue urbane Qualität in der Arnsberger Altstadt.

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