Die Jugendlichen sollen sehr sensibel aufgeklärt werden

Arnsberg..  Wie ist das „erste Mal“? Was muss man beim Thema „Verhütung“ beachten? Wird man von Selbstbefriedigung wirklich blind? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich viele heranwachsende Jugendliche. Das Problem: Die passenden und richtigen Antworten auf diese Fragen finden sie hingegen nicht immer. Das soll sich in Arnsberg aber ändern:

Hier gibt es eine Reihe von Beratungsstellen und Einrichtungen, die Angebote der Sexualpädagogik vorhalten. Da diese Angebote aber nicht alle relevanten Akteure im Stadtgebiet kennen, wurde nun ein gemeinsamer Flyer erstellt, in dem die entsprechenden Stellen zusammengefasst sind: Unter dem Titel „Gefühls ECHT“ sind alle Träger aufgelistet, die sexualpädagogische Angebote in Form von Projektarbeit, Unterstützung von Projekten – zum Beispiel Projektwochen oder ­Gruppenarbeit – im Stadtgebiet anbieten. Damit können interessierte Schulen, Bildungs- oder Freizeiteinrichtungen auf ein breites Spektrum zurückgreifen, um das passende Angebot für sich herauszufinden.

Angebote sind vertraulich

Die Initiatoren legen dabei großen Wert auf die Botschaft, dass dieses sensible Thema bei den Jugendlichen nur funktionieren kann, wenn die Teilnahme auf Freiwilligkeit beruht. Die Angebote sind vertraulich und orientieren sich an den Lebenswelten der Zielgruppen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Inhalte, Methoden und Materialien im Vorfeld individuell abgestimmt werden.

„Gefühls ECHT“ wird vom Familienbüro der Stadt Arnsberg herausgegeben und entstand durch die präventive Netzwerkarbeit im Projekt „Kein Kind zurücklassen“ des Landes NRW. Es handelt sich dabei um einen gemeinsamen Flyer der Diakonie Ruhr Hellweg, von Donum Vitae, Frauen helfen Frauen, des Gesundheitsamtes des Hochsauerlandkreises, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und des Familienbüros der Stadt Arnsberg. Die Flyer sind erhältlich im Familien­büro und werden zudem den entsprechenden Einrichtungen im Stadtgebiet zugesandt.