Die Eltern in Arnsberg treffen die Entscheidung
23.01.2012 | 20:39 Uhr 2012-01-23T20:39:00+0100
Arnsberg.Der Rat der Stadt Arnsberg beschloss am Montag optional die schrittweise Auflösung der Arnsberger Haupt- und Realschulen im Falle der Einführung von Sekundarschulen in den jeweiligen Orten. Das letzte Wort haben nun die Eltern. Von ihrem Anwahlverhalten hängt ab, ob der politische Beschluss zum Tragen kommt.
Geplant sind die Sekundarschulen in Alt-Arnsberg, Neheim und Hüsten. Zum Schuljahr 2012/13 eingeführt werden sie dort jeweils dann, wenn in dem Ort 75 Kinder im vorgezogenen Anmeldeverfahren vom 13. bis 15. Februar zur Sekundarschule angemeldet werden. Dann gäbe es dort keine Eingangsklassen mehr in der jeweiligen Haupt- und Realschule. Andernfalls wird in dem jeweiligen Sozialraum zum Schuljahr 2013/14 ein neues Anmeldeverfahren zur Sekundarschule gestartet.
Auflösung der Haupt- und Realschulen beschließen
Die Kommunalpolitik musste nun optional die schrittweise Auflösung der Haupt- und Realschulen beschließen, weil dies im Genehmigungsverfahren durch die Bezirksregierung bis zum 31. Januar verbindlich eingefordert war. „Die Entscheidung treffen die Eltern der jetzigen Viert- und eventuell später der jetzigen Drittklässler“, so Bürgermeister Vogel. Er stellte aber klar, dass sich die Stadt als „Anwalt für das Neue und den Aufbruch“ sieht.
Im Vorfeld hatten die vor der Auflösung stehenden Schulen in ihren Schulkonferenzen Stellungnahmen verfasst, Anregungen gegeben und die Stadt auch zum Teil heftig wegen der Eile und fehlender Beteiligung kritisiert. Schulfachbereichsleiter Gerd Schmidt ging in Anwesenheit vieler Lehrer in den Zuschauerreihen darauf ein und verwies auf bessere individuelle Förderung der Kinder, bessere Rahmenbedingungen in den Schulen und berufliche Existenzsicherung der Lehrer.
Angebot an Schüler mit allen Schulempfehlungen
Die Lokalpolitiker stimmten dem Auflösungsbeschluss einstimmig zu. FDP-Politiker Carlo Cronenberg aber mahnte, dass man sich nun viel Zeit nehmen müsste, mit den beteiligten Lehrern alle offenen Fragen rechtzeitig zu klären. Bürgermeister Vogel kündigte 5x2 Fortbildungstage für die Sekundarschullehrer an, damit die Starterteams mit maximal 15 Lehrer pro Eingangsstufe gut qualifiziert an den Start gehen können. SPD-Schulsprecher Andreas Posta sprach von einer „historischen Chance“, während CDU-Schulexperte Klaus Kaiser in der Sekundarschule ein „Angebot an Schüler mit allen Schulempfehlungen“ sieht.

09:52
Die Eltern treffen die Entscheidung? Das finde ich super lustig.
Um sich vernünftig entscheiden zu können bedarf es zunächst mal einer
vernünftigen Aufklärung von seiten der Verantwortlichen. Und? hat es die gegeben?
Dann muß es genügend Zeit geben die Argumente gegeneinander abzuwägen.
Hat es die gegeben?
Es wurde uns doch die quasi due Entscheidung direkt mitgeliefert.
Herr Vogel hat ja kein Kind das von dieser Entscheidung betroffen ist.
Fakt ist jedenfalls, dass die Betroffenen wie Schule und Schüler von der neuen
Situation völlig überrannt werden und keine Chance haben gúte Vorschläge und Ideen
einnzubringen. Warum kann man nicht noch ein Jahr warten mit der Einführung?
Gibt es dann weniger Geld von der Regierung?
Was passiert wenn sich nur 60 Anmeldungen ergeben?
Ich kann nur hoffen dass die Eltern diese Entschediung wenigstens treffen und ihr Kind
( noch) nicht an der Sekundarschule anmelden, denn dann müßte gezwungenermaßen nochmals Aufklärung betrieben werden.