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Der Müll passt nicht durch das Nadelöhr Falschparker blockieren die Schlossstraße

03.06.2008 | 17:26 Uhr

Arnsberg. Schwierig ist bekanntlich der Versuch, einen Elefanten durch ein Nadelöhr zu lotsen. Elefanten treten an der oberen Schlossstraße in Arnsberg zwar selten auf, dafür aber Müllfahrzeuge, Posttransporter und im Notfall auch einmal die Feuerwehr. ..

... Wie dem Dickhäuter das Nadelöhr, bleibt diesen der Weg durch die enge Gasse zwischen parkenden Autos oft versperrt.

Freilich, die Parksituation in der Arnsberger Altstadt hinter dem Glockenturm ist für die Anwohner oft schwierig. Der Platz zwischen den alten Mauern ist begrenzt. Vor allem an der oberen Schlossstraße entsteht durch parkende Autos oft ein Nadelöhr. "Schon mit meinem Pkw ist es teilweise Millimeterarbeit, zwischen den Autos durchzukommen", erklärt Anwohner Norbert Baumeister.

Dass beispielsweise ein Müllauto hier keine Chance hat, mussten er und andere Bewohner der Schlossstraße bereits mehrfach beobachten. "Allein in den letzten Wochen sind die Müllautos drei- oder viermal nicht durchgekommen", beschreibt Hans Wevering, Anwohner der Schlossstraße. Deshalb machen sich die Bewohner vor allem für den Ernstfall sorgen. "Hier kommt ja dann auch kein Feuerwehrfahrzeug durch", befürchten sie. In diesem Punkt beruhigt die Stadt die Anwohner: "Die Feuerwehr würde im Zweifelsfall schon hemdsärmeliger vorgehen. Wir können es gar nicht riskieren, dass die Wege im Notfall blockiert werden. Sie würden sich deshalb Platz schaffe", so Bernd Wisser als Leiter des Bürgermeisteramtes.

Bußgelder für Blockade Für die Blockade der Müllabfuhr hat die Stadt eine Regelung mit dem Entsorgungsunternehmer gefunden, wie Wisser bestätigt: "Es gibt eine Absprache mit dem Unternehmer. Er teilt uns die Kennzeichen der Falschparker mit und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes prüfen das und informieren die Halter." Außerdem wird ein Bußgeld von mindestens 35 Euro fällig. Vier solcher Fälle gab es in den letzten sechs Wochen, wobei meist Anwohner selbst den Weg blockierten.

Ein ausgeschildertes Parkverbot wird derzeit aber nicht in Betracht gezogen und ist auch nicht das Anliegen der Anwohner. "Wir wollen hier niemandem die Parkmöglichkeiten nehmen, aber man sollte so parken, dass die Autos noch durchkommen", unterstreicht Norbert Baumeister. Und Bernd Wisser stimmt dem zu: "Wir möchten schon aufgrund der Optik keinen Schilderwald aufbauen. Durch die Straßenverkehrsordnung ist es automatisch ausgeschlossen, dass man die Durchfahrt auch für größere Fahrzeuge blockiert." Hier baut Wisser auf den gesunden Menschenverstand, denn kontrolliert wird, ohne dass jemand den Falschparker gemeldet hat, nur unregelmäßig.

Eine Parkalternative könnte der Neue Schlossweg sein. "Dort sind immer drei bis vier Parkplätze frei", erklärt Hans Wevering. Allerdings handelt es sich um ein Privatgrundstück. "Die Anwohner könnten deshalb nur mit den Besitzern selbst über eine etwaige Vermietung verhandeln", so Wisser. Wenn die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes aber häufiger informiert werden und Bußgelder verteilen, ist sich Hans Wevering sicher: "Wer dreimal ein Knöllchen hatte, der achtet auch darauf wie er parkt."

Von Sabine Herzberg

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