„Den Bezirksausschuss missachtet“

Hüsten..  Für politische Turbulenzen im Bezirksaussschuss Hüsten sorgt der Umstand, dass seit einigen Wochen der Müscheder Weg ab Einmündung „Am Freigericht“ für alle aus Richtung Flammberg/Spreiberg kommenden Auto- und Lkw-Fahrer (mit Ausnahme von Krankenfahrzeugen) gesperrt ist. Hiermit soll die verkehrsmäßig stark belastete Möthe entlastet werden. Über die von der Stadtverwaltung Arnsberg veranlasste und nicht mit dem Bezirksausschuss Hüsten abgesprochene versuchsweise einseitige Sperrung des Müscheder Wegs empörte sich Margit Hieronymus (SPD) im Bezirksausschuss.

Empörung in der SPD

Die SPD-Ratsfrau aus Hüsten monierte einen Verfahrensfehler der Stadtverwaltung und sagte: „Die Straßensperrung basiert nicht auf dem Ergebnis einer Anliegerversammlung. Die Sperrung ist vielmehr die Folge einer von der CDU Hüsten einberufenen Bürgerversammlung mit Beteiligung der Stadtverwaltung. Hierzu sind die betroffenen Anlieger nicht einzeln eingeladen worden. Ich wohne selbst am Müscheder Weg, bin nicht eingeladen worden und werde nun von der einseitigen Sperrung des Müscheder Wegs überrascht. So kann das nicht laufen. Bevor eine Straße einseitig gesperrt wird, muss sich der Bezirksausschuss damit befassen.“

In dieser Auffassung wurde Margit Hieronymus auch von den Bezirksausschussmitgliedern Werner Ruhnert (Die Linke) und Renate Niemand (FDP) unterstützt. Die Freidemokratin sagte: „Vor der Sperrung hätte die Verwaltung alle Parteien einbeziehen müssen.“ Ruhnert meinte lächelnd: „Die Linken könnten ja auch mal zu einer Bürgerversammlung einladen mit der Konsequenz, dass später eine Straße gesperrt wird.“

CDU-Bezirksausschussmitglied Rupert Schulte konnte die Aufregung nicht verstehen: „An der Bürgerversammlung, zu der die CDU Hüsten eingeladen hatte, konnten alle interessierten Bürger, natürlich auch die Mitglieder anderer Parteien, teilnehmen. Die Einladung erfolgte öffentlich über die Presse.“ Unter den etwa 50 Versammlungsbesuchern seien viele betroffene Anlieger gewesen, so dass es durchaus angebracht gewesen sei, die in der Versammlung favorisierte Lösung einer einseitigen Sperrung probeweise umzusetzen.