„Das Malen macht mich glücklich“

Rosi Luig
Rosi Luig
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg..  Sie hat sich in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten Künstlerinnen in Arnsberg entwickelt und inzwischen auch über die Ortsgrenzen hinaus mit Ausstellungen unter anderem in Hamm und Düsseldorf einen Namen gemacht: Rosi Luig. Die 63-Jährige präsentiert nun ab 26. April in der Neheimer Villa Wesco einen Querschnitt ihres oft farbenfreudigen Schaffens.

Zur Kunst, genauer zur Malerei, gefunden hat die 63-jährige Arnsbergerin erst 2003 – durch eine Mal-Therapie im Rahmen eines Reha-Aufenthaltes in Bad Kreuznach. „Von da an hat mich die Arbeit mit Pinsel und Farbe nicht mehr losgelassen.“ Im Gegenteil: Ein Funke war gelegt, der sich heute immer wieder neu in ihren teils großformatigen Bildern entzündet.

Anregungen aus der Natur

Doch vor der Entwicklung ihres ureigenen Stils musste sich Rosi Luig zunächst einmal mit der Frage auseinandersetzen: „Arbeite ich mit Aquarell- oder Acrylfarben?“ Die Entscheidung war schnell getroffen: „Acryl und Öl, weil diese Materialien mir eine sehr vielseitige Umsetzung meiner Ideen ermöglichen.“ Verwendung findet in ihrem Atelier, das sich die Künstlerin inzwischen in ihrer Wohnung am Gutenbergplatz eingerichtet hat, auch Spachtelmasse.

Anregungen für ihre Bilder holt sich Rosi Luig da, wo die Vielfalt am größten ist, die Vorlagen schier unendlich sind – in der Natur. „Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich stets einen Skizzenblock und eine Kamera dabei, um besondere Momente oder Beobachtungen festzuhalten. Später bringe ich das Gesehene dann auf die Leinwand.“

Was aber nicht etwa bedeutet, dass sich die 63-Jährige ganz der gegenständlichen Malerei und dem Naturalismus verschrieben hat. Auch das Abstrakte liegt ihr sehr, wie man leicht in ihren Werken erkennen kann.

Weiterbildung im „Atelier KuhlenKunst“

Ein wichtiger Impuls- und Ratgeber in ihrem Leben als Malerin war und ist für Rosi Luig übrigens Dagmar Otte-Wiese, die in Hachen das „Atelier KuhlenKunst“ betreibt, eine große Werkstatt für kreative Gestaltung. Dorthin führt seit inzwischen zehn Jahren der Weg der 63-Jährigen – einmal in der Woche. „Weil sie eine fantastische Lehrerin ist, die ihr großes Wissen gut vermitteln kann. Bei ihr habe ich sehr viel gelernt.“

Derzeit ist Luig mit den Vorbereitungen für die Solo-Ausstellung in der Villa Wesco vollauf mit Arbeit eingedeckt. Unter dem Titel „roseArt“ – anspielend auf ihren Vornamen – wird die Arnsbergerin unter anderem Landschaften, Blumen, Stillleben und Abstraktes präsentieren.

Der Umgang mit Farbe und Pinsel ist so Rosi Luig zur zweiten Haut geworden. „Denn das Malen, die kreative Betätigung ist einfach nur schön. Es lenkt mich ab von Alltagssorgen und macht mich glücklich.“

Info

Die Einzelausstellung „roseArt“ in der Villa Wesco (Neheim) wird am Sonntag, 26. April, eröffnet. Letzter Tag ist der 26. Juni.

Rosi Luig stellt bereits seit 2004 aus. Auch in Einzelpräsentationen.

Im Rahmen der Ausstellung „Kunst im Schaufenster“ in Hamm-Herringen wurde die Arnsbergerin mit dem 3. Publikumspreis ausgezeichnet.

2006 betrieb sie eine „Galerie auf Zeit“ am Alten Markt. Die Räume hatte Hans Rath zur Verfügung gestellt.

Rosi Luig ist Augenoptiker-Meisterin.