Das Goethe-Wort findet Bestätigung

Arnsberg/Caltagirone..  „Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist der Schlüssel zu allem“, bekannte Goethe anlässlich seiner Italienreise. Dies werden die mehr als 50 Teilnehmer der Bürgertour 2015 des Fördervereins Caltagirone-Arnsberg sicherlich bestätigen. Die vom Vorstand und Orga-Team, an dessen Spitze Fabrizio Calcagno sowie Mina und Andrea Cultraro, hervorragend organisierte Reise führte entlang der West- und Südküste von Palermo nach Caltagirone.

Naturschönheiten

Die Besichtigungen begannen in Cerfalù, aufgrund seiner Naturschönheiten und Kunstschätze als Perle der palermitanischen Provinz bezeichnet. Es folgte Palermo, die vom Jugendstil geprägte Metropole Siziliens. Auf dem Programm standen hier an den nächsten beiden Tagen u.a. Besichtigungen des Teatro Massimo, der Kapuzinergruft oder des Mercato di Ballarò. Die Kunsttour führte aber auch nach Monreale am Hang des Monte Caputo. Diese mittelalterliche Kleinstadt beherbergt den vom sizilianischen König Wilhelm II. errichteten Normannenbau mit seinen prachtvollen Intarsien und byzantinischen Goldgrundmosaiken.

Die Reise führte weiter in die Provinz Trapàni, dem Zentrum des Weinbaus Westsiziliens. Das erste Tagesziel Gibellina Nuova. Diese auf dem Reißbrett konzipierte Stadt wurde anstelle der 1968 vom Erdbeben zerstörten Stadt Gibellina errichtet.

Die traditionelle Salzgewinnung, eine der Haupteinnahmequellen dieser Region, aus der idealen Kombination von Meer, Sonne und Wind wurde der Gruppe in der Saline Marsala erläutert. Die Weiterfahrt durch eine sanfte Hügellandschaft mit großflächigen Oliven- und Weinhängen führte nach Agrigent.

Villa Romana del Casale

Einer der Höhpunkte dieser Kunstreise war zweifelsohne der Besuch der Villa Romana del Casale. Diese 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobene Villa urbana zeigt in ihren verschiedenen Räumen Mosaiken von außergewöhnlichem Erfindungsreichtum, künstlerischer Qualität und Menge.

Die letzten beiden Tage wurden in Caltagirone verbracht. Zu erwähnen ist hier der Besuch der Cantina Judeka. Die Winzerei, geführt von einer jungen Unternehmerin und einem aufstrebenden Enologen und ausgestattet mit Photovoltaik- und Wasseraufbereitungsanlagen, setzt mit biologischem An- und Ausbau der Weine auf Nachhaltigkeit.