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Das "Essen auf Rädern" wird zu Fuß gebracht

16.02.2010 | 16:39 Uhr
Das "Essen auf Rädern" wird zu Fuß gebracht

Arnsberg/Sundern. Über Schneemassen hinweg und über glatte Straßen wagen sich die DRK-Mitarbeiter, um älteren Menschen ihre warme Mahlzeit zu bringen. Diese Herausforderung meistern sie gerne. Trotzdem hoffen sie auf einen Wetterumschwung.

Kaum schmilzt der Schnee, wird die Arbeit für die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wieder deutlich unbeschwerlicher. Täglich sind sie im Einsatz, um älteren Menschen ein warmes Mittagsmahl zu bringen. Durch den strengen Winter mit diesen derartig großen Schneemengen dauerten die Arbeitstage der acht Mitarbeiterinnen und des einen Zivis zuletzt länger als sonst.

Zahlreiche Anrufe

Bis zu 170 Mahlzeiten liefert das „Essen auf Rädern” vom DRK in Arnsberg, Neheim oder Niedereimer und in vielen weiteren Bereichen des Stadtgebiets täglich aus. Für die Menschen, die auf dieses Mittagsmahl angewiesen sind, bedeutet die Ankunft des vertrauten Essenslieferanten oft den Höhepunkt des Tages. Als die Essen aufgrund des Schneegestöbers nicht wie gewohnt pünktlich ankamen, gab es viele Anrufe in der Einsatzzentrale des DRK. Unmut über den gestörten Tagesrhythmus war jedoch in den seltensten Fällen das Motiv der Anfrufer. „Unsere Kunden haben sich Sorgen um die Fahrer gemacht”, sagt Gerlinde Kopecki, Team-Leiterin beim DRK. Für die Verspätungen hätten die meisten Verständnis gehabt.

Mit dem Auto ging's nicht weiter

Ein unfreiwilliges Fasten vor Aschermittwoch hat es trotz der widrigen Bedingungen übrigens nicht gegeben. „Nichts ist ausgefallen”, erklärt Kopecki, die deswegen stolz auf ihr Team ist. „Alles wurde immer machbar gemacht.” Als die Wege zugeschneit, die Berge zu steil und die Straßen zu glatt waren, da haben die Leute vom DRK das Auto abgestellt und sind zu Fuß zu ihren Kunden gegangen. Durch den läuferischen Einsatz verlängerte sich die Dauer einer Essens-Tour. Denn normalerweise beginnt eine Route gegen 10 Uhr und ist um 13 Uhr abgeschlossen. Das Wetter kostet die Mitarbeiter jedoch eine Stunde mehr. Sie lassen sich von den widrigen Umständen jedoch nicht einschüchtern. „Man gewöhnt sich an das Wetter”, sagt DRK-Mitarbeiterin Annette Sabinierz, die allerdings nichts gegen eine Schneeschmelze einzuwenden hätte. „Da wären wir nicht böse.” Die Meteorologen können da kaum für Zuversicht sorgen. Ab Donnerstag soll es schneien. Dann kommt das Essen nicht auf Rädern, sondern notfalls wieder zu Fuß.

Stefan Rebein

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