Damit Kinder zu Forschern werden
12.02.2012 | 16:07 Uhr 2012-02-12T16:07:00+0100
Arnsberg/Sundern. Die IHK Hellweg-Sauerland wird in nächster Zeit 24 Arnsberger Grundschulen mit MINT-Kisten ausstatten. Auch in Sundern werden Schulen von der naturwissenschaftlich-technischen Förderung der Industrie- und Handelskammer profitieren.
Die IHK Hellweg-Sauerland wird in nächster Zeit 24 Arnsberger Grundschulen mit MINT-Kisten ausstatten. Auch in Sundern werden Schulen von der naturwissenschaftlich-technischen Förderung der Industrie- und Handelskammer profitieren.
In Sundern war bereits eine MINT-Kiste in der Johannesschule abgegeben worden. In Arnsberg machte die Norbertusschule den Auftakt. Die IHK sucht sich Sponsoren aus der Wirtschaft, die jeweils die Kisten-Patenschaft für eine oder mehrere Schulen übernehmen. „In den Schulen ist der Fachkräfte-Nachwuchs für unsere Betriebe“, sagt Britta Berghoff von der IHK Arnsberg.
MINT ist aktuell das Zauberwort bei den Kooperationen von Wirtschaft und Schulen. Gerade erst hatte die „Miniphänomenta“ des Unternehmensverbandes NRW wieder Station in Arnsberg gemacht (wir berichteten ausführlich). Um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik geht es auch bei der MINT-Kiste der IHK, die Kinder mit zahlreichen kleinen Test- und Versuchsreihen neugierig machen möchte. Das Motto: Anfassen, Probieren und Staunen erwünscht.
Schafft Verständnis
In den Schulunterricht lässt sich so etwas gut einbauen. Grundschullehrer Christoph Groß von der Klasse 3a (Dinosaurierklasse) spricht von „handelnder Auseinandersetzung“, die Kindern das Lernen erleichtert. „Über das Selbsttun kommen die Schüler zum Verständnis“, so Groß.
Allein schon die geheimnisvolle Kiste, noch fest verschlossen, machte die Norbertusschüler neugierig. Als sich der Deckel öffnete, kamen die kleinen Forscher näher. Und schon stand das erste Experiment. Mit Halbkugeln, einem eingesteckten Mast, Strohhalmstücken in verschiedener Länge und Unterlegscheiben aus Papas Werkzeugkiste war der Versuch aufgebaut. „Hier soll auch gezeigt werden, dass man mit Gegenständen des Alltags forschen kann“, erklärt Britta Berghoff.
Eltern einbinden
Und so ist die MINT-Kiste nur eine Anregung mit Basismaterial, vor allem aber vielen Tipps für eigene Experimente. Kinder sollen sich das Material eigenständig besorgen, die Eltern mit einbinden und die vielen kleinen Forschungsprojekte so auch in die Familien tragen. Das Lehrerhandbuch bietet Vorschläge für 365 Versuchsaufbauten.
Vom Inhalt der MINT-Kiste angetan war auch Unternehmer Dr. Stephan Guth vom Arnsberger Automobilzulieferer A&E Keller GmbH. „Technisches Verständnis ist immer wichtig“, sagte er und staunte mit den Kindern über die Schwerpunktfindung der „Stehaufmännchen“ aus Halbkugel, Strohhalm und Unterlegscheiben.
Und schon warb er für die Berufsperspektiven naturwissenschaftlich interessierter Kinder. „Vielleicht werdet ihr ja Ingenieur, Zahnarzt oder Bundeskanzlerin“, so Dr. Guth, „oder aber ein Erfinder wie Daniel Düsentrieb“.

23:19
Schöne Geschichte, Herr Haselhorst.
Aber wo in Arnsberg gibt es denn bitte 24 Grundschulen? Arnsberg hat 19 Grundschulen und 5 Förderschulen.