Damit der Glaube weiterlebt

Arnsberg..  „Wir sind Zukunftsbild“. Unter diesem Leitwort soll die weitere gemeinsame Arbeit im Pastoralen Raum Arnsberg zusammengefasst werden. Darauf einigten sich die drei Gesamtpfarrgemeinderäte und die Steuerungsgruppe des Pastoralen Prozesses, die jetzt in Pfarrsaal Liebfrauen zu einem intensiven Meinungsaustausch zusammengekommen waren.

Ziel des Abends war eine erste gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn, das im vergangenen Oktober von Erzbischof Hans-Josef Becker vorgestellt worden war. Propst Hubertus Böttcher, Leiter von Pastoralem Raum und Steuerungsgruppe, machte gleich in der Begrüßung deutlich, dass dieses Zukunftsbild helfen solle, die Berufung der Kirche als Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen neu zu entdecken und darin zugleich die eigene Berufung, als Christ oder Christin zu leben.

Allerdings, so Böttcher, solle das Zukunftsbild des Erzbistums aber nicht als Rezept- oder Anordnungskatalog verstanden werden, der eine einfache oder schnelle Lösung der drängenden Gegenwartsfragen verspreche. Vielmehr beinhalte es deutliche Richtungsaussagen und Entscheidungshilfen. Böttcher: „Das Bild beschreibt, in welche Richtung sich die Kirche von Paderborn aus in den kommenden Jahren entwickeln soll und die dazu hilfreichen Haltungen und Leitmotive.“

In diesem ersten Arbeitstreffen wurden 12 Thesen, die das Zukunftsbild gebündelt zum Ausdruck bringen, vorgestellt und erläutert. Im Anschluss hatten alle Teilnehmer ausreichend Zeit, sich persönlich und zugleich auch in ihrer Rolle Mitglied des Gesamtpfarrgemeinderates mit den Thesen auseinanderzusetzen. Impulse und Fragen, die jeweils einer These zugeordnet waren, ermöglichten einen umfassenden und offenen Gedankenaustausch sowie ein pastorales Weiterdenken.

Mehr Zeit für das Kennenlernen

Die daraus resultierende lebendige Diskussion über künftiges Gemeindeleben und auch darüber hinaus soll nach einem ersten Erkenntnissgewinn - „Wir sind Zukunftsbild“ - nun weiter fortgesetzt werden. Denn der Abend habe zunächst nur eine erste Phase der Aneignung des Zukunftsbildes sein können. Deshalb, so das Fazit, wünschen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr Zeit für einzelne Themenbereiche und für die Begegnung und das Kennenlernen untereinander.

Propst Hubertus Böttcher unterstrich am Ende noch einmal mit drei eindringlichen Worten, wie sehr die Hauptberuflichen auf die Frauen und Männer des Gesamtpfarrgemeinderates angewiesen seien: „Ich brauche sie!“.

Und zwar als Beratende, Mittragende und Mitwirkende für das Weiterleben des Glaubens in Arnsberg.