Damalige deutsche Flüchtlinge können Not heutiger Flüchtlinge nachempfinden

Angesichts der aktuellen großen Flüchtlingsströme nach Europa will unsere Serie „Fluchtpunkte“ an die Flucht vieler Deutscher vor 70 Jahren im Zweiten Weltkrieg erinnern. So werden viele deutsche Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten nachempfinden können, was zum Beispiel Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsgebiet Syrien oder aus der Militärdiktatur Eritrea empfinden, wenn sie in ihrer Notlage ihre Heimat verlassen.

Die obige Beschreibung der Flucht der Familie Narbutt ist der Auftakt einer Reihe mit Zeitzeugenberichten. Bürger, die heute in Arnsberg oder Sundern wohnen, beschreiben ihre Erlebnisse bei der damaligen Flucht.

Horst Narbutt gelang mit Mutter und Geschwistern die Flucht von Elbing/Westpreußen nach Grevesmühlen/Mecklenburg. Nach weiteren Stationen in Hamburg und Osterode (Harz) kam Horst Narbutt auf Vermittlung seines Vetters Herbert Narbutt, dessen Onkel eine Buchhandlung an der Neheimer Möhnestraße betrieb, ins Sauerland. Horst Narbutt arbeitete damals in der Webmaschinenfabrik in Günne.