Chancen für die Region

Rhein-Ruhr-Express und Verkehrsanbindungen ins Sauerland..  Seit Anfang Juni 2015 wird es ernst mit dem Rhein-Ruhr-Express ( RRX). Die Betreibergesellschaft für die neue Schnellbahnlinie hat den Betrieb ab 2018 an Bahngesellschaften vergeben.


Die Firma Siemens wird die neuen Schnellzüge liefern. Das hat sehr positive Auswirkungen auf die Verkehrsanbindungen ins Sauerland. Der Sauerlandexpress (RE 57) fährt auf der Oberen Ruhrtalbahn schon jetzt im 60-Minuten-Takt nach Dortmund Hauptbahnhof, und das wird eine sehr wichtige Zubringerverbindung für den RRX.


In Dortmund haben die Reisenden dann 2018 alle 15 Minuten Anschluss an den Rhein-Ruhr-Express. Das bedeutet, einfach zum Gleis gehen, und es geht schnell weiter ans Ziel, zum Beispiel nach Bochum, Essen, Düsseldorf oder Köln.


Umgekehrt gibt es natürlich dann alle 15 Minuten Anschluss nach Dortmund Hauptbahnhof. Und dann wieder mit dem Sauerland-Express zum Beispiel nach Arnsberg oder Sundern, wenn die Röhrtalbahn dann fahren sollte. Die Chancen für die Röhrtalbahn sind gut, wenn nun breite Unterstützung dafür aus der regionalen Politik kommt.


Der RRX wird bedeutende, neue Potenziale für den Sauerland-Tourismus öffnen, viel Geld in die Region bringen und den Bürgerinnen und Bürgern neue Chancen und Entscheidungsfreiheit bringen, und zwar bis hinein zu uns in den Hochsauerlandkreis, wenn hier moderne Bahnverbindungen angeboten werden.


Sunderns neue Bürgermeisterin oder neuer Bürgermeister kann dann komfortabel und klimafreundlich mit der Bahn ab Sundern Bahnhof zum Beispiel nach Düsseldorf zu politischen Fachgesprächen reisen.


Sehr sinnvoll ist es nun, die Reaktivierung der Röhrtalbahn für den Personenverkehr mit der Betriebsaufnahme des Rhein-Ruhr-Express zu verbinden. So würde Sundern enorm an Attraktivität gewinnen. Das wäre wichtig für die Röhrtal-Region, um die stark befahrenen Straßen zu entlasten. Denn in den nächsten 20 Jahren werden die Baustellen mit Staus auf wichtigen Straßen wahrscheinlich deutlich ansteigen.


Straßenbaustellen im Röhrtal auf der L 519 und B 229 werden den Autoverkehr sehr verlangsamen, und es wäre dann ideal, wenn die Röhrschiene als Alternative genutzt werden kann, zum Beispiel nach Dortmund oder Düsseldorf.


Gerd Blome, Sundern, für den Verkehrsclub Deutschland im HSK