Caritas und Kirche für Aufnahme von mehr Flüchtlingen

In der ehemaligen Suchtklinik in Oeventrop soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für rund 400 Flüchtlinge entstehen, plant das Land Nordrhein-Westfalen.
In der ehemaligen Suchtklinik in Oeventrop soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für rund 400 Flüchtlinge entstehen, plant das Land Nordrhein-Westfalen.
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Der Caritasverband Arnsberg-Sundern und das Dekanat Hochsauerland West sehen die Hilfe für Flüchtlinge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Arnsberg/Sundern..  In den sozialen Netzwerken werden die Landespläne über eine neue Erstaufnahmeeinrichtung für rund 400 Flüchtlinge in Oeventrop (wir berichteten) bereits heiß diskutiert. Fast zeitgleich mit Bekanntwerden des ­Vorhabens sprechen sich der Caritasverband Arnsberg-Sundern und das ­Dekanat Hochsauerland West nun für die Aufnahme von Flüchtlingen aus. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die beiden Organisationen die Kommunen, Kirchengemeinden, Vereine, Unternehmen, Initiativen und Bürger auf, „eine Willkommenskultur zu realisieren“.

Zwar sei die Bereitschaft zu helfen in der Bevölkerung schon enorm groß, allerdings gebe es auch weiterhin kritische Stimmen, Vorurteile und Ängste. Deshalb sei nicht nur materielle Hilfe wichtig. Vielmehr gehe es darum, vor Ort keine Anspannungen oder Anfeindungen zwischen Bürgern und Flüchtlingen entstehen zu lassen.

Begegnungsorte schaffen

Das Dekanat Hochsauerland West und der Caritasverband fordern: „Hier müssen von Anfang an alle miteinander ins Gespräch kommen und eingebunden sein.“ Es müssten Begegnungsorte geschaffen und Probleme direkt angegangen und gelöst werden, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung sei nötig, damit Integration gelingen könne. Viele Zugewanderte seien gut ausgebildet und qualifiziert – und somit eine Bereicherung für die Gesellschaft.