Bürger reichen Petition gegen tieferen Gesteinsabbau ein

Müschede..  Die Bürgerinitiative gegen die geplante Erweiterung des Steinbruchs Habbel protestiert auch gegen die bereits vom HSK genehmigte erweiterte Abteuftiefe, womit im Steinbruch Habbel 35 Meter tiefer als bisher Gestein abgebaut werden darf. Die BI moniert hier eine fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im Genehmigungsverfahren. Die Belastung durch Feinstaub, Lärm und Erschütterungen hätte in einer Umweltverträglichkeitsprüfung erläutert werden müssen. Speziell befürchten Anwohner eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung wegen räumlicher Nähe zur Müssenbergquelle. Die Bürgerinitiative zweifelt daher die Rechtmäßigkeit der bereits genehmigten erweiterten Abbautiefe an und hat deshalb eine Petition an den Petitionsausschuss des Landtags übergeben. Dies geschah bei einem Termin des Ausschusses in Hagen. Demgegenüber sieht Steinbruchbetreiber Burkhard Ebel alle rechtlichen Auflagen als erfüllt. Es seien z. B. unabhängige Gutachten hinsichtlich Trinkwasserschutzes und Feinstaub-Emissionen gemacht worden, deren Ergebnisse dem Vorhaben nicht entgegengestanden hätten.