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Braucht Hüsten im nächsten Jahr eine Luftbrücke?

29.10.2008 | 19:46 Uhr

Hüsten. Braucht Hüsten im nächsten Jahr eine Luftbrücke, um ein Stauchaos zu vermeiden? Diese Frage tauchte gestern Abend im Bezirksausschuss auf, wo es um die weitere Stadtteilentwicklung nach Eröffnung der Umgehungsstraße ging.

Der Konflikt bahnt sich an, weil sowohl die Neugestaltung der Heinrich-Lübke-Straße als auch Umbau der Bahnhofstraße mit zwei neuen Kreisverkehren anstehen und beides möglichst nicht verschoben werden soll.

Stadtplaner Thomas Vielhaber teilte den Politikern mit, dass es an der Heinrich-Lübke-Straße im Mai oder Juni losgehen solle, auch wenn es bis dahin noch sehr viel zu tun gebe. Der Bau der Kreisverkehre an den Kreuzungen der Von-Lilien-Straße mit der Kleinbahnstraße und der Bahnhofsstraße sowie die Neugestaltung der Bahnhofstraße von dort bis zum Bahnhof hätten da eigentlich schon fertig sein sollen. Doch das hat nicht geklappt. Probleme beim Grunderwerb nannte Vielhaber als Grund. Mit der Bahn sei man erst nach langwierigen Verhandlungen im Reinen, mit einem anderen Eigentümer stehe man kurz vor dem Abschluss.

"Man kann nicht alles gleichzeitig dicht machen, aber die Hüstener wollen auch nicht noch länger warten", skizzierte Günter Gossler (CDU) das Problem. "Mich beschleicht da ein ungutes Gefühl," fügte Andreas Posta (SPD) hinzu, auch wenn an Plänen, wie man durch geschickte Wahl von Bauabschnitten parallel bauen kann, ohne ein Chaos anzurichten, gearbeitet wird.

Gearbeitet wird, wie Thomas Vielhaber berichtete, derzeit an vielen Punkten. Etwa daran, ob man die Bushaltestellen vom Hüstener Markt auf die Heinrich-Lübke-Straße verlegen kann, oder daran, ob vor dem neuen Lidl, der nächste Woche aufmacht, ein zusätzlicher Fußgängerüberweg nötig ist, obwohl es 50 Meter weiter einen gibt.

Als wichtiges Signal wertete Vielhaber den Plan der Wohnungsgenossenschaft, in ihre großen Wohnblöcke zu investieren, wenn die Straße fertig ist. Als "schwierig, aber nicht hoffnungslos" bezeichnete er die Bemühungen um die Ansiedlung eines neuen Vollsortimenters am Schützenwerth (Edeka).

Von Oskar Eichhorst

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