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Suche nach Brandursache in Arnsberger Seniorenheim dauert an

19.10.2013 | 10:37 Uhr
Bei einem Brand in einem Senioren-Wohnpark in Arnsberg kam am Freitag eine Frau ums Leben.Foto: privat

Arnsberg.   Nach dem Brand im Arnsberger Senioren-Wohnpark am Klosterberg dauern die kriminalpolizeilichen Ermittlungen an. Am Freitag kam eine Bewohnerin bei einem Feuer ums Leben. 13 weitere Menschen wurden verletzt. Darunter auch ein Feuerwehrmann. Die Betreiber des Seniorenheims sind erschüttert.

Tragisches Unglück: Ein Brand im Arnsberger Senioren-Wohnpark am Klosterberg hat in der Nacht zu Samstag ein Menschenleben gekostet, 13 Personen wurden verletzt. Darunter auch ein Feuerwehrmann. Neben mehreren Löschzügen waren Rettungsdienste, Malteser und Technisches Hilfswerk bei diesem Großeinsatz mit 254 Helfern vor Ort. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen im Wohnpark laufen.

Ausgelöst hatte den Alarm kurz vor 23 Uhr am Freitag die Brandmeldeanlage des Seniorenheims, Minuten später gellen die Sirenen durch die Nacht, die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr preschen zum Einsatzort. Um vor Ort festzustellen, dass im Bereich der Station 4 im 2. Obergeschoss der Wohnanlage ein Brand ausgebrochen ist, durch den die Flucht- und Rettungswege zunächst völlig unpassierbar sind. „Der Brandherd lag in einem Flur“, berichtet später Stadtbrandinspektor Peter Krämer, der mit zu den ersten Trupps gehört, die das Gebäude betreten.

Akute Lebensgefahr für Bewohner

Für die Bewohner dieser und der umliegenden Stationen besteht damit akute Lebensgefahr. Daher alarmiert der Einsatzleiter umgehend massive Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk nach, da zum Schutz der betagten und zum Teil auch pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner eine gezielte Evakuierung eingeleitet werden muss.

Daten und Fakten
Großbrand im Altenheim
Großbrand im Altenheim

Im Einzelnen waren die nachstehenden Hilfeleistungs-Organisationen mit folgenden Ressourcen im Einsatz:

  • Feuerwehr: 122 Kräfte mit 21 Fahrzeugen.
  • Technisches Hilfswerk: 31 Kräfte mit 5 Fahrzeugen.
  • Rettungsdienst: 24 Kräfte mit 12 Fahrzeugen.
  • Deutsches Rotes Kreuz: 57 Kräfte mit 10 Fahrzeugen.
  • Malteser Hilfsdienst: 20 Kräfte mit 6 Fahrzeugen.
  • SUMME: 254 Kräfte mit 54 Fahrzeugen.

Durch den Einsatz mehrerer Trupps unter schwerem Atemschutz wird zunächst der Brand selbst schnell unter Kontrolle gebracht. Aber um vor Ort langfristig über ausreichend Löschwasser zu verfügen, um bei einer Verschärfung der Situation umgehend reagieren zu können, verlegt die Wehr Wasserversorgungsleitung über mehrere hundert Meter zur Ruhr. Dabei werden die Wehrleute auch von mehreren Passanten unterstützt, darunter auch der Autor.

Gerettete Senioren in Kloster untergebracht

Unmittelbar nach Bekämpfung des Feuers gehen zahlreiche weitere Trupps unter schwerem Atemschutz in das bereits gelüftete Gebäude vor und beginnen mit der Evakuierung. Da die Einsatzleitung zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen kann, dass möglicherweise das gesamte Gebäude geräumt werden muss, wird neben den zahlreichen kreisübergreifend alarmierten und bereits eingetroffenen Rettungseinheiten ein sogenannter Patiententransportzug des Kreises Soest mit vier Krankentransport- und vier Rettungswagen alarmiert und in Marschbereitschaft versetzt. Dieser wird dann aber zum Glück nicht mehr benötigt.

Die aus dem Gebäude geretteten Senioren werden sofort in die eigens in den Räumen der benachbarten alten Klosteranlage Wedinghausen eingerichteten Patientensammelstelle gebracht und dort von sieben Notärzten und Mannschaften der Schnellen Einsatzgruppen (SEG) des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes medizinisch versorgt. Insgesamt 13 Menschen, darunter eine schwerverletzte Person. Tragisch: Eine 66-jährige Frau ist zum Zeitpunkt ihrer Evakuierung bereits bewusstlos. Umgehend eingeleitete Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos, die Bewohnerin stirbt noch vor Ort. Die 13 Verletzten werden in den umliegenden Krankenhäusern untergebracht.

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Kommentare
20.10.2013
20:08
Suche nach Brandursache in Arnsberger Seniorenheim dauert an
von altenheim46 | #2

Die Suche nach der Brandursache ist eine Sorge. Der Träger wird sich "rausreden" "Ich hab alle Auflagen erfüllt".
Wann erfolgt ein Umdenken, wie in...
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Suche nach Brandursache in Arnsberger Seniorenheim dauert an
Suche nach Brandursache in Arnsberger Seniorenheim dauert an
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http://www.derwesten.de/staedte/arnsberg/brand-in-senioren-wohnpark-in-arnsberg-fordert-ein-menschenleben-id8578022.html
2013-10-19 10:37
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