Bobbahn doppelt Thema im Kreistag

Hochsauerlandkreis/Winterberg..  Gleich zweimal stand die Winterberger Bobbahn auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung am Freitagnachmittag im Mescheder Kreishaus. Zunächst folgten ­die Kreistags-Mitglieder der vom Ausschuss für Wirtschaft, Struktur und Tourismus gegebenen Empfehlung zur Durchführung der Instandsetzung der Ventilstationen der Kunsteisbahn. Eine Komplettumsetzung innerhalb eines Sommers ist allerdings nicht möglich, die Sanierung muss auf vier Jahre gestreckt werden. Der gesamte Sanierungsaufwand beläuft sich laut Kreisverwaltung auf 790 000 Euro.

Die Reparaturen werden nun in den Jahren 2015 bis 2018 durchgeführt – 629 000 Euro fließen an Fördermitteln von Bund und Land. Für den Eigenanteil des Kreises – 161 000 Euro – werden die Instandhaltungsbudgets der Wirtschaftspläne der Jahre 2015 bis 2018 in Anspruch genommen. Die Summe wird dafür wie folgt ge­splittet: 29 000 Euro für 2015, in 2016 fließen 50 237,44 Euro, 43 505,57 Euro in 2017, in 2018 sind 37.477,25 Euro vorgesehen.

Bewerbung um die Rodel-WM

In der Folge ging es um die Bewerbung um die Rodel-Welt­meisterschaft zum nächstmöglichen Termin (2019 oder 2020).

Die Gesellschafterversammlung der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH hatte diese im Mai 2015 beschlossen. Ob der Zuschlag tatsächlich das Sauerland berücksichtigt, entscheidet sich aber erst auf einem Kongress des Weltverbandes in Südkorea – nach unserer westeuropäischen Sommerzeit Samstagmorgen um 6 Uhr.

„Land(auf)Schwung“

Bereits entschieden wurde über die Teilnahme am Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ der Bundesregierung – und der Hochsauerlandkreis ist dabei! Die erfolgreiche Bewerbung – unter Federführung von Thomas Schmidt (Leiter Stabsstelle Strukturförderung, ­Regionalentwicklung) ist mit Fördermitteln von 1,5 Millionen Euro verbunden, mehr dazu im über­regionalen Teil dieser Ausgabe.

(Noch) keine Erstattung

Auf Geld warten müssen dagegen weiter Eltern von Kindern, die aufgrund von Streiks in Kindertagesstätten tagelang nicht betreut werden konnten. Ein FDP-Antrag, Wortlaut: „Der Kreistag beschließt, die Elternbeiträge an Eltern, die in kommunalen Kitas im Jugendamtsbereich des HSK von den aktuellen Streikmaßnahmen be­troffen sind, für die Tage der Schließung nicht zu erstatten“, wurde in die nächste Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses geschoben.