Blick ist schon auf das neue gemeinsame Gerätehaus gerichtet

Niedereimer..  Der geplante Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses der Löschgruppen Niedereimer und Bruchhausen am Stadtwerke-Campus stand im Mittelpunkt der Agathafeier der Feuerwehr Niedereimer.

In der Halle auf der Friedrichshöhe begrüßte der örtliche Einheitenführer Brandinspektor Markus Schneider die Gäste. Im letzten Jahr leistete die Einheit bei 18 Einsätzen (Bränden, technischen Hilfeleistungen, Brandsicherheitswachen) 286 Stunden ehrenamtlichen Dienst. Der Einheit Niedereimer gehören derzeit zwei Frauen und 25 Männer in der Einsatzabteilung sowie acht Jugendfeuerwehrleute und 13 Männer in der Ehrenabteilung an.

Geplanter Gerätehaus-Neubau

Schneider ging auf den geplanten Neubau des gemeinsamen Gerätehauses für die Einheiten aus Niedereimer und Bruchhausen ein und bat um die bestmögliche Unterstützung aus den eigenen Reihen. Auch der Basislöschzugführer Brandoberinspektor Dirk Sölken ging in seiner Rede auf die Ende des Jahres bevorstehende örtliche Zusammenlegung der beiden Einheiten ein. So wie vor 40 Jahren bei der kommunalen Neugliederung Kompromisse eingegangen worden seien, so seien auch heute beiderseitige Einigungen notwendig, um eine Bindung zum neuen Gerätehaus zu schaffen. Allerdings dürften beide Einheiten die Eigenständigkeit nicht verlieren und sie müssten die Bindung zum Ort sowie die Einbindung ins dörfliche Leben bewahren.

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Martin Känzler ergänzte: „Ich hoffe, dass das Gerätehaus noch in diesem Jahr seiner Bestimmung und damit den beiden Einheiten übergeben werden kann, um beispielgebend und auf dem neusten Stand der Technik ein neues Zuhause für den Basislöschzug 6 zu schaffen.“

Mit dem Einzug in das neue Gerätehaus komme auch das neue Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehr ganz besonders zum Tragen, indem der Nachwuchs der Brandschützer künftig nämlich innerhalb des Basislöschzug-Verbundes üben könne. In Arnsberg, so Känzler weiter, hätten zudem bereits 15 Prozent der Jugendfeuerwehrleute einen Migrationshintergrund, was einen ersten Erfolg auf dem Weg der Feuerwehr zu einem repräsentativen Abbild der Gesellschaft darstelle.

Gemeinsame Basis beispielgebend

Danach nahm der stellvertretende Wehrführer einige Beförderungen von Feuerwehrmitgliedern vor. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Michaela Molitor befördert. Oberfeuerwehrmänner wurden Sascha Meinert und Holger Weber. Des Weiteren beförderte er Holger Glaremin zum Hauptfeuerwehrmann und Stephan Voß zum Unterbrandmeister.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel sagte den Einheiten aus Niedereimer und Bruchhausen jegliche Unterstützung zu. Mit dem Gerätehausneubau und dem Ausbau der Stadtwerke sollten Synergien genutzt werden, dennoch habe der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Vorrang.

Die noch bessere Vernetzung der Stadtteile sei auch in Bezug auf die Feuerwehr besonders wichtig, um auf Dauer eine effektive Arbeit zum Wohle der Bevölkerung leisten zu können. Trotzdem müsse es aber möglich sein, eine gewisse Eigenständigkeit zu behalten. Vogel bedankte sich beim ehemaligen Stadtratsmitglied Friedel Sölken, der das Projekt Gerätehausneubau immer konstruktiv-kritisch mitbegleitet habe.
Für 50 Jahre im Feuerwehrdienst wurde Brandinspektor Wilfried Glaremin abschließend mit der Ehrennadel in Gold geehrt.
Das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold für 35-jährige Zugehörigkeit erhielten Unterbrandmeister Michael Johannes Kaiser und Hauptbrandmeister Andreas Bertram.
Oberbrandmeister Andreas Zander wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Silber für 25-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.