Bildung lokal gestalten

Der 2. Arnsberger Bildungsbericht liegt seit einigen Wochen vor. Von vorne bis hinten durchgelesen haben ihn wohl bislang die wenigsten. Lohnt aber auf jeden Fall, weil er wichtige Daten und Entscheidungsgrundlagen für Strategien und Maßnahmen in einer Bildungsstadt legen. Die Autoren aus dem Bildungsbüro haben sich alle Mühe gegeben, ihn sowohl fachlich fundiert als auch für Otto-Normal-Leser verständlich zu machen. Das ist gelungen.

Vielleicht hat man sich in Arnsberg an derartige Berichte, Masterpläne und Agenden so sehr gewöhnt, so dass die Vorlage eines Bildungsberichts nicht sofort Hurra-Schreie auslöst. Festgestellt werden muss aber, dass Arnsberg mit diesem Werk mit Basisdaten und Handlungsempfehlungen im Vergleich zu anderen Städten im Land ganz weit vorne liegt.

Bei Bildung will Arnsberg nicht nur reagieren, was Landespolitik und Zeitgeist gerade einmal wieder vorgeben. Die Bildungsbeteiligten in der Stadt setzen eigene Akzente, knüpfen Netzwerke und entwickeln unter Berücksichtigung (und Ausnutzung) externer Entscheidungen für Aufgaben vor Ort maßgeschneiderte Lösungen.

Über Bildung wird in Arnsberg nicht nur geredet, sie wird gestaltet. Kommunalpolitik muss mit Fingerspitzengefühl mitgenommen werden, damit Gutes nicht zerredet wird. Es gibt noch viel zu tun, weil Arnsberg genau weiß, wo es beim Thema Bildung hin will.