Besucher flanieren mit dem Klappstuhl durch die Altstadt

Arnsberg..  Die Mauerschau ist ein ganz außergewöhnliches Zuschauererlebnis, das in dieser Form nur einmal jährlich in Arnsberg geboten wird.

Mit einem leichten Klappstuhl flanieren die Besucher von einer Stadtführerin begleitet durch die verträumten Gassen der Stadt und erleben von ihren Sitzplätzen aus fünf Szenen aus der Perspektive eines Theaterpublikums. An verschiedenen Stellen der Mauer präsentieren kostümierte Darsteller dramatische wie auch nicht ganz ernste Szenen aus Arnsbergs Geschichte. Die Zuschauer lauschen im romantischen Museumshof den Liebesschwüren zweier adeliger Damen, begegnen einer Mutter, die in einer fesselnden Darstellung den Pesttod ihrer Kinder beklagt, hören mit Vergnügen die überaus abenteuerlichen Reiserlebnisse eines jungen Handwerkers, erleben eine aufgebrachte Arnsbergerin, die ihren betrunkenen Ehemann im Mäuseturm besucht und wohnen zum Abschluss dieses unterhaltsamen Rundganges einer spannenden Gerichtsszene mit zahlreichen Darstellern am Oberfreistuhl bei.

Der Begriff „Mauerschau“, ursprünglich ein Mittel der Dramentechnik zur Darstellung von Ereignissen abseits der Bühne, wird hier auf eine gespielte Stadtführung übertragen, bei der die eigentliche Stadtmauer zur Bühne wird.

Das Programm

Beginn: Alter Markt / Maximilianbrunnen; Stadtführerin: Dr. Ulrike Schowe ; Szenische Darstellungen: Anke Hafermann-Meißner, Nina Walenta, Gertrud Raffenberg, Fred Risse, Bernd Fette, Susanne Fette, Henning Fette, Jürgen Britten, Josef Hafner, Peter Sauer und andere; Preis pro Person: 15 Euro.

Eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unbedingt erforderlich. Die Klappstühle werden vom Verkehrsverein zur Verfügung gestellt.