Beschäftige mich lieber mit Nachhersage

1 Was war das kurioseste Wetterereignis, an das Sie sich erinnern – und was das unheimlichste?

Vor fast genau zwölf Jahren (am 8. Juni 2003) stöhnte Arnsberg bei über 30° C unter großer Hitze. Bei schweren Regengüssen, Blitz und Donner sackten die Temperaturen nach­mittags in wenigen Minuten auf 19° ab. Am anderen Morgen hieß es bei nur noch 9°: Pullover an!

Das unheimlichste und auch aufregendste Erlebnis in meiner „Wetterlaufbahn“ war und ist der verheerende Orkan Kyrill am 17./18. Januar 2007. Der örtliche Krisenstab hielt bei mir Nachfrage zur weiteren Entwicklung der Wetterlage wegen der Sperrung von Straßen. Die Verbindungen zum DWD in Essen waren zusammen gebrochen.

2 Wirken sich Wetter- und Klimawandel auch in Arnsberg/Sundern aus?

In den vergangenen 25 Jahren sind die Temperaturen auch im Arnsberger Raum deutlich angestiegen. Milde Winter und heiße Sommer häufen sich. Das Jahr 2014 war in Arnsberg mit 10,5° C gegenüber normalerweise 8,4° C das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1867. Bei den Niederschlägen haben Starkregen zugenommen. Dagegen gibt es wie gegenwärtig auch längere Trockenperioden.

3 Ihre Aussichten für die Sommerferien?

Der Sommer hält immer Überraschungen bereit, lässt sich auch bei Betrachtung der Großwetterlage nicht in die Karten schauen. Ich beschäftige mich daher lieber mit der Nachhersage und der fachlichen Auswertung der erfassten Daten.