Berger begrüßen Transparenz der Basalt AG

Berge..  Die geplante Erweiterung des Steinbruchs der Basalt AG hat in Berge und Umgebung in den vergangenen drei Jahren für viele Diskussionen gesorgt. Die Befürchtung: noch mehr Lärm, Staub und Verkehr. Das Genehmigungsverfahren befindet sich mittlerweile in der entscheidenden Phase. Das Interesse am „Tag der Bürgerinformation“ im Steinbruch war demzufolge sehr groß, insgesamt rund 140 Bürger nahmen an den drei Führungen teil.

Viel Geld investiert

Peter Winters, technischer Leiter der Niederlassung Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke, hatte mit diesem Andrang nicht gerechnet, freute sich aber bei der Begrüßung umso mehr: „Seit 2012, als wir die Erweiterungspläne zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten, hat sich einiges getan. Es ist viel Geld in die Hand genommen worden – die Entwicklungen möchten wir Ihnen heute direkt vor Ort zeigen.“

Eine erste Verbesserung, die auch schon vor drei Jahren bei der Informationsveranstaltung in der Berger Schützenhalle im Gespräch war, stellt die Reifenwaschanlage dar, um einer Verschmutzung der Straßen entgegenzuwirken. Die Kunden hätten sich mittlerweile daran gewöhnt, es sei ein schneller Prozess. Winters gibt aber zu bedenken, dass die Reifen nass bleiben - ein „Windkanal“, wie man ihn aus der Autowaschanlage kennt, sei nicht realisierbar.

Als zweite Maßnahme wurde die Straße, die die Kunden-Lkw im Steinbruch befahren, asphaltiert. Man erhofft sich dadurch eine geringere Staubentwicklung.

Das gleiche Ziel verfolgt auch die Pelletierungsanlage, bei der die verladenen Materialien nun zuvor befeuchtet werden. 300 000 Euro hat man sich diese Verbesserungen kosten lassen.

Maßnahmen, die bei den Bergern gut ankommen. Hier und da gibt es Fragen und Anmerkungen, die Stimmung aber ist entspannt. „Die Transparenz der Basalt AG ist ein entscheidender Faktor. Die vermissen wir aber bei dem Betreiber des anderen Steinbruchs in Berge umso mehr“, berichtet ein Anwohner. Ein weiterer Berger pflichtet ihm bei: „Der meiste Staub entsteht doch mittlerweile dort.“ Von der Politik wünsche man sich endlich eine neue Asphaltdecke im Dorf.

Im Anschluss an die Führung erklärte Winters noch einmal in aller Ausführlichkeit die Erweiterung.

Die Gesamtplanung für die Betriebserweiterung, mit einer Laufzeit von rund 27 Jahren, sieht folgende Veränderungen vor: Erweiterung der Abbaufläche nördlich des Steinbruchs um ca. zwei Hektar, Verlagerung der tiefsten Abbausohle von 280 mNN auf 180 mNN, Anlage von Abraumhalden südlich (ca. 15,5 ha) und nördlich (ca. 1,2 ha) des Steinbruchs, sowie Schaffung von Lagerplatz auf dem Betriebsgelände westlich der Abbaufläche (ca. 0,9 ha).

„Da die Erweiterung des Abbaus nach Norden in das Einzugsgebiet der Kalktuffquelle eingreift, müssen vor einer Beantragung der Gesamtplanung noch Maßnahmen zum Schutz der Quelle entwickelt und abgestimmt werden“, so Winters.

Der Antrag vom 18. Dezember umfasse bei einer Laufzeit von vier bis fünf Jahren daher zunächst nur die Erweiterung der Abraumhalde südlich des Steinbruchs am Sülsberg, die Tieferlegung des Steinbruchs um eine Abbausohle (20 Meter) und den Abtrag der Felsrippe (0,9 ha) im Westen zur Schaffung von Lagerfläche.