„Bei 500 haben wir aufgehört zu zählen“

Arnsberg..  „Bei 500 haben wir aufgehört zu zählen!“ Jens Steinberg und seine Mitstreiter sind begeistert, denn sie konnten sich vor Päckchen nicht retten. Das Ziel – „500 plus X“ – wurde ganz locker übertroffen.

Wie berichtet, haben der Ursel- Steinberg-Förderverein und die Homebase Sauerland gemeinsam eine „Geschenk-im-Schuhkarton-Aktion“ für Flüchtlinge auf die Beine gestellt. „Lassen Sie uns Flüchtlingskinder in Neheim und Umgebung herzlich willkommen heißen und ihnen ein Lächeln schenken“, hatte Jens Steinberg, Sohn der im vergangenen Jahr verstorbenen Ursel Steinberg, an seine Mitbürger appelliert. Mit kleinen Paketen – „liebevoll und individuell zu­sammengestellt, inklusive Hinweis, ob der Inhalt für einen Jungen oder ein Mädchen und für welche Altersgruppe gedacht ist“. Die Arnsberger haben verstanden und spendeten mehr als reichlich:

Alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt, wurde gesammelt und eingepackt; von Straßenkreide und Kartenspielen über Lego, Autos, Malkästen bis hin zu Bällen aller Art.

Die Geschenk-Schuhkartons wurden am vergangenen Wochenende im Neheimer Büro von Jens Steinberg, in der Apothekerstraße, zusammengetragen – und schnell türmte sich dort ein wahrer Berg des guten Willens auf...

Verteilung von Wimbern aus

Zu Wochenbeginn war es dann soweit: Paul Rottler und Marco Calcagno – Jens Steinberg war aus beruflichen Gründen verhindert – brachten die Schuhkarton-Flut per Kleintransporter ins benachbarte Wickede. Von der „Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge“ im Ortsteil Wimbern aus wird in näch­ster Zeit dafür gesorgt, dass die Päckchen an alle bedürftigen Kinder in der Region verteilt werden.

„Wir möchten der Bevölkerung danken“, sagen Jens Steinberg und Co. Der Dank gelte „jedem Einzelnen, der sein Herz geöffnet hat“.