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Baum stürzte auf Linienbus

01.03.2010 | 06:00 Uhr
Baum stürzte auf Linienbus

Arnsberg/Sundern. Für Greg Papadopoulos war es die fünfte Fahrt an diesem Sonntag. Er wird sie nie vergessen - denn er und seine sechs Fahrgäste hatten großes Glück im Sturmtief Xynthia: Ein Baum krachte auf den Linienbus. Die sieben Menschen blieben unverletzt.

Im Einsatzleitwagen am Feuerwehrhaus in der Ruhrstraße in Arnsberg hatten ab 15.23 Uhr die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Wehrführung und stellvertretender Kreisbrandmeister bildeten den Einsatzleitstab.

Die Leitstelle der Feuerwehr des Kreises gab die vielen Notrufe nur weiter, der Einsatzleitstab arbeitete sie die Einsätze dann selbständig ab. 14 Fahrzeuge mit rund 90 Feuerwehrleuten waren im Dauereinsatz. Auch in der Stadt Sundern wurde der Einsatz der 200 Feuerwehrleuten zentral aus einem Stabsraum im Gerätehaus koordiniert.

Den größten Schutzengel hatten wohl die sieben Businsassen am Ochsenkopf. Greg Papadopuolos lenkte die Linie 21 über den Ochsenkopf von Arnsberg nach Sundern. An Bord sechs Fahrgäste. In der letzten Kurve vor Sundern lagen mehrere umgestürzte Bäume auf der Straße. Der 51-Jährige aus Sundern hielt an, rief die Feuerwehr. Zehn Minuten passierte es: Ein Baum stürzte in die Mitte des Busses der Grevensteiner Firma Jostes.

Der Busfahrer riet den Fahrgästen, sitzen zu bleiben: „Das ist gefährlich. Im Bus ist es erst mal sicherer.” Die Fahrgäste blieben ruhig, nur ein Kind begann zu weinen, berichtete er wenig später im Arnsberger Feuerwehrhaus. Bei Dienstbeginn um 13 Uhr hatte er im Radio von Sturmschäden in Bayern gehört: „Da dachte ich noch, bei uns ist doch alles in Ordnung.” Um 16.55 Uhr sah das ganz anders aus. Er habe riesiges Glück gehabt, sagt der 51-Jährige im Nachhinein.

Der Bus konnte zunächst nicht geborgen werden - zu riskant war es auch für die Feuerwehrleute dort: „Das ist lebensgefährlich in dem Bereich”, erklärte Arnsbergs Feuerwehrsprecher Peter Krämer. Auf einer Schneise von 50 Metern Breite seien Bäume abgegangen, berichteten Feuerwehrleute. Der Ochsenkopf wurde komplett gesperrt. An eine Räumung der Straße war nicht zu denken: „Da sind diesmal richtig große Bäume umgefallen. Da können wir mit unserem Gerät nichts ausrichten”, so Krämer. Da müsse der Forstbetrieb ran.

Überall waren Feuerwehrleute im Einsatz, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu räumen - in Holzen, Breitenbruch und Hüsten etwa. Die Kreisstraße 2 nach Capune war ab 16.30 Uhr ebenso dicht wie die Kreisstraße 10 zwischen Wennigloh und Müschede. In der Hüserstraße in Arnsberg drohte ein Vorbau herunterzufallen. In der Goethestraße in Neheim fielen Aluelemente einer Hausfassade herunter und beschädigten Autos. In Holzen fiel bis gegen 19.30 Uhr für 30 Minuten der Strom aus.

In Langscheid in der Brunnenstraße deckten die Sturmböen das Dach eines Mehrfamilienhauses komplett ab - die Trümmer flogen auf die Straße, beschädigten Autos. Viele kleinere Einsätze mit weggewehten Kaminkopfabdeckungen, abgerissenen Strom- und Telefonkabeln folgten, berichtete der Sunderner Feuerwehrsprecher Reimund Duhme. Die Hellefelder Höhe wurde gegen 18 Uhr wegen umgestürzter Bäume dicht gemacht: „Eine Räumung wäre zu gefährlich”, hieß es auch dort. Gleiches galt für die Straßen von Meinkenbracht nach Salwey, von Allendorf über Hüttebrüchen nach Plettenberg. Wegräumen konnte die Feuerwehr umgestürzte Bäume auf der Straße von Hagen zum Lenscheid und weiter Richtung Wildewiese.

Dass der Sturm nicht nur Schaden anrichtete, sondern auch für Vergnügen sorgte, zeigten die Windsurfer des Surfclubs Hachen-Sorpesee. Sie nutzten die heftigen Böen für wilde Ritte auf der Sorpe.

Angelika Beuter

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Kommentare
02.03.2010
21:58
Baum stürzte auf Linienbus
von dasgibsdochgarnich | #4

Lob an den Busfahrer. Er hat genau das Richtige getan und somit evtl. verhindert, dass die Fahrgäste verletzt werden.

01.03.2010
13:26
Baum stürzte auf Linienbus
von ein Neheimer | #3

danke für die info wuste ich so nicht und um so größer sollte der dank sein

01.03.2010
12:18
Baum stürzte auf Linienbus
von fire | #2

Nicht nur zum Teil freiwillig. Das waren alles freiwillige Helfer. Es gibt im Hochsauerlandkreis keine berufliche Feuerwehr bis auf die hauptamtlichen Kräfte in dre Stadt Arnsberg.

01.03.2010
12:01
Baum stürzte auf Linienbus
von ein Neheimer | #1

danke an die vielen zum Teil freiwilligen Helfern

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