Badespaß im Stausee vor der Haustür

Wohlfühlen im Sauerland am Sorpesee.
Wohlfühlen im Sauerland am Sorpesee.
Foto: Sabine Rieger-Freiburg
Was wir bereits wissen
An den bevorstehenden heißen Tagen versprechen Sorpesee und Möhnesee für die Menschen aus Arnsberg und Sundern Abkühlung. Gebadet werden darf aber nur an ausgewiesenen Stellen. In der Ruhr ist Schwimmen generell verboten.

Arnsberg/Sundern..  Das lässt sich gut aushalten: Die „Badewannen“ der Arnsberger und Sunderner sind bestens temperiert, um an den bevorstehenden heißen Sommertagen einen echten Schwimmspaß zu versprechen. Aktuell 20 Grad Wasssertemperatur am Sorpesee und an den Badestellen des Möhnesees versprechen für Jedermann erträgliche Abkühlung.

Die Talsperren des Ruhrverbands erfreuen sich auch im Sommer 2015 bester Wasserqualität. Der EU-Badegewässerreport spricht von durchgängig „ausgezeichneten“ Werten. „Damit erhielten alle Badestellen an Möhne- und Sorpesee wie schon im Vorjahr die höchste Bewertung“, so Sprecher Markus Rüdel vom Ruhrverband.

An den Talsperren gibt es feste Badestellen: Am Sorpesee im Strandbad Langscheid, am Möhnesee im Strandbad „Uferlos“ in Wameln mit aufgeschüttetem Sandstrand und im Strandbad Körbecke-Süd (gehört zur Jugendherberge) sowie an den offenen Badestellen Delecke und Körbecke-Nord. „Außerhalb dieser ausgewiesenen Bereiche darf nicht geschwommen werden“, betont Markus Rüdel vom Ruhrverband. Grundsätzlich erlaubt sind aber weitere Nutzungen der Talsperren-Gewässer für Angeln, Tauchen, Rudern, Paddeln, Surfen und Segeln. „Hier sind aber die an den Seen jeweils geltenden Regeln einzuhalten“, betont Rüdel. So sind die Naturschutzgebiete zu beachten.

Für die Sicherheit sorgen an beiden Seen die DLRG-Ortsgruppen Langscheid, Arnsberg und auch Neheim-Hüsten. Mitglieder sind hier ehrenamtlich als Wasserretter im Einsatz und natürlich bei guten Wetterlagen mit vielen Badegästen besonders gefragt.

Schwimmen in der Ruhr verboten

Wenn es richtig heiß wird, zieht es die Menschen aus der Stadt auch immer wieder an die Flüsse. Auch die Ufer der renaturierten Ruhr laden dazu ein, sich am kühlen Nass zu erfreuen. Aber Achtung! „Das Baden in der Ruhr ist definitiv nicht erlaubt“, warnt Stadtsprecher Elmar Kettler. Dabei geht es vor allem um ökologische Argumente. „Die Ruhr ist im gesamten Stadtgebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen“, betont Kettler. Neben dem allgemeinen Betretungsverbot ist es im Naturschutzgebiet „Ruhraue“ ausdrücklich verboten, das Gewässer zu befahren, in ihm zu baden, zu schwimmen oder zu tauchen.

Auch der Ruhrverband verweist ausdrücklich darauf, dass die Ruhr im Gegensatz zu den Stauseen nicht zum Baden geeignet ist. „Die Ruhr ist kein ausgewiesenes Badegewässer gemäß den Anforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie - auch wenn ihre Wasserqualität in den letzten Jahren immer besser geworden ist“. Vor allem bei starkem Regen könne es nämlich vorkommen, dass Abwässer ungereinigt in den Fluss gelangen und dadurch bestimmte Grenzwerte überschritten werden. „Das Baden in der Ruhr ist daher grundsätzlich nicht erlaubt“, so der Ruhrverband. Badeaufsicht gibt es von daher an keiner Stelle des Flusses.

Auch das Betreten der Ufer ist formal verboten: Die Stadt Arnsberg steht aber aktuell mit dem Hochsauerlandkreis in Verhandlung, um eine Auflockerung dieses Verbots an ausgewählten Stellen zu erreichen. Ziel ist es, den Fluss für die Bürger der Stadt als Freizeitraum in einigen Bereichen erlebbarer zu machen.