Ausländer-Zahl der 90er Jahre noch nicht erreicht

Arnsberg..  In der Stadt Arnsberg leben aktuell so viele ausländische Staatsbürger wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. Derzeit 5877 Menschen aus anderen Nationen sind registriert. Seit dem Jahr 2011 - da waren es 5057 Menschen - nimmt diese Zahl auch aufgrund der aktuellen Flüchtlingszuwanderung wieder kontinuierlich zu. Vor 20 Jahren waren es allerdings noch deutlich mehr, als rund 6100 Ausländer im Arnsberger Stadtgebiet gezählt wurden.

Viele von ihnen präsentieren sich heute beim vom Internationalen Arbeitskreis initiierten und heute von vielen Beteiligten getragenen „Dies Internationalis“ auf dem Neheimer Marktplatz. Beim Fest der Kulturen werden rund 700 Aktive an Ständen und Bühnen und auch bis zu 10 000 Besucher erwartet. Ausländische Mitbürger und Deutsche werden zusammen feiern. „Es geht um Völkerverständigung, gegenseitiges Kennenlernen und Feiern“, sagt Sonja Essers vom städtischen Büro für Zuwanderung und Integration. Die Vielfalt der Stadt wird über Speisen, Tänze, Musik und Vorstellung der Kulturvereine gezeigt. Portugiesen, Marokkaner, Italiener, Tamilen, Türken und Araber sind mit ihren Kulturvereinen vertreten. Auf der Bühne wird Kultur aus Spanien, Griechenland, China und auch aus den Philippinen zu sehen sein. Eingeladen zum „Dies Internationalis“ wurden ausdrücklich auch die in der Stadt Arnsberg lebenden Flüchtlinge.

In Arnsberg leben derzeit 375 Asylbewerber, 115 geduldete abgelehnte Bewerber und 173 Flüchtlinge mit Schutzstatus. Letzteres sind vor allem die syrischen Flüchtlinge. Allein im Jahr 2014 wurden 312 Asylbewerber in Arnsberg aufgenommen. Hauptherkunftsländer der Asylantragsteller im laufenden Jahr sind Serbien (38 Personen), Albanien (20) und Syrien (18). Unter allen ausländischen Bewohnern der Stadt Arnsberg sind die Syrer mit 137 Personen inzwischen eine der größeren Bevölkerungsgruppen (Stand: 31. Dezember 2014).

„Unser Fest ist für alle offen“, sagt Sonja Essers, „egal, ob lange hier lebende Zuwanderer oder Flüchtlinge: Wer will, kann sich einbringen!“ Die großen „Ausländergruppen“ aus den frühen Einwanderungsphasen sind auch beim „Dies“ traditionell stark vertreten.

Nach wie vor sind die Italiener (aktuell 754), Türken (678), Portugiesen (663), Kosovaren (468) und Polen (462) die größte Migrantengruppe.