Ausbaupläne noch nicht spruchreif

Arnsberg..  Bürgermeister Hans-Josef Vogel ließ in jüngster Vergangenheit keine Gelegenheit aus, öffentlich von bevorstehenden Breitband-Ausbauplänen der Telekom für ein leistungsstarkes Internet im Bereich Neheim zu sprechen. Konkret aber wird noch niemand: „Es gab erste Gespräche, aber noch keine genauen Planungen“, sagt Pressesprecher André Hoffmann von der Deutschen Telekom AG.

Pläne nicht vor April öffentlich

Mehrere Nachfragen bei der Telekom brachten keine klaren Auskünfte. Nur sagen, will noch niemand etwas. „Wir werden informieren, sobald es einen festen Ausbauplan für Neheim gibt, dies wird jedoch nicht vor April sein“, so Hoffmann. Schon im vergangenen Herbst wurde die Öffentlichkeit von der Telekom vertröstet. Im Oktober 2014 wüsste man mehr, sagte damals der zuständige Key Account-Manager Reinhard Rohleder. Gestern verwies er nur auf seinen Pressesprecher.

Hohe Bandbreiten benötigt

Das Thema Digitalisierung wird von Hans-Josef Vogel groß geschrieben. In seinem Grußwort zum Jahreswechsel sprach er von einer „Stadt mit wachsender digitaler Wirtschaft“. Eine Wirtschaft, die allerdings auch erhebliche Ansprüche an ein leistungsfähiges Internet hat. „Gewerbegebiete brauchen hohe Bandbreiten“, wusste schon im vergangenen Jahr Marc Padberg, Projektleiter von den Stadtwerken Arnsberg für den Internetausbau. „Unitymedia und Telekom rüsten nach“, war er sich in 2014 sicher.

Bei der Stadt Arnsberg herrscht ungebrochene Zuversicht. „Wir gehen aufgrund der Informationen, die wir zum Thema durch die Telekom erhalten haben, weiter davon aus, dass der Ausbau des leistungsfähigen Internets im Bereich Neheim im Jahr 2015 beginnt“, erklärt Stadtsprecherin Stephanie Schnura auf Nachfrage, „dafür, dass das klappt, setzen wir uns ein. Uns liegt keine Aussage vor, derzufolge der Ausbau für das Jahr 2015 gestrichen sei“. Klingt so, als wären die auch von der Telekom bestätigten Vor-Gespräche doch schon recht weit gediehen.

Unitymedia: Kein weiterer Ausbau

Unitymedia, das in Arnsberg rund 38 000 und in Sundern 11 500 Haushalte versorgt, sieht sich als „nahezu flächendeckender“ Anbieter. „Wir haben keine konkreten Ausbauplanungen in den beiden Orten“, sagt Unternehmenssprecher Olaf Winter. Neue nachträgliche Erschließungen seien aktuell nicht geplant. Es werde aber zum Beispiel bei Neubaugebieten punktuell auf Anfrage reagiert. Unitymedia plant allerdings in diesem Jahr sogenannten Node Splits, also die Ablösung von Teilen der Kupferhauptleitungen durch Glasfaserleitungen.

In einzelnen Netzabschnitten würden Node Splits bedarfsorientiert auch in diesem Jahr in Arnsberg vorgenommen. Dadurch wird die Glasfaser weiter in Richtung Kunden getrieben. „Dadurch ist gewährleistet, dass der Bandbreitenbedarf auch weiterhin erfüllt werden kann“, so Olaf Winter.