Aufenthaltsqualität erhöhen

Sonnenuntergang auf dem Arnsberger Schlossberg.
Sonnenuntergang auf dem Arnsberger Schlossberg.
Foto: WP

Arnsberg..  Mehr Leben auf dem Schlossberg: Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll geprüft werden, wie dieser markante Bereich der Altstadt für Touristen und Einwohner attraktiver gestaltet werden kann. Bestandteil der Untersuchung wird auch sein: ein möglicher Aussichtsturm.

Derzeit, sagt Arnsbergs oberster Stadtplaner Thomas Vielhaber, stelle sich doch die Situation wie folgt dar: „Touristen und Einheimische laufen den langen Weg zum Schlossberg hinauf, gucken einmal hinunter und sind dann enttäuscht, weil es dort keine weiteren Anlaufpunkte gibt und sich die Gesamtsituation damit für sie nicht so darstellt, wie sei es erwartet haben.“ Und das soll sich ändern - durch Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Was übrigens bereits 2014 schon der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in einer Studie angemahnt hatte (wir berichteten/siehe Info).

Schöner Ausblick allein reicht nicht

Doch nun will die Stadt Klarheit schaffen. Durch eine Machbarkeitsstudie unter den Aspekten des Denkmalschutzes. „Damit wollen wir die Frage klären, welche Bedeutung und Funktion der Schlossberg für die Stadt hat und welche Lösungswege es gibt, unsere Ziele zu erreichen,“ erläutert Vielhaber. Und zwar im Hinblick auf das gesamte Umfeld, die Anwohner, die Ortsgeschichte, den Städtebau, den Verkehr und die Topographie. Ein dickes Bündel also, dass es gründlich zu analysieren gelte.

Natürlich, sagt Thomas Vielhaber, spiele dabei auch ein Aussichtsturm eine durchaus bedeutende Rolle. „Aber die Leute kommen nicht nur wegen des schönen Ausblicks.“ Vielmehr würden sie dort oben hoch über der Stadt weitere Angebote erwarten, die den Aufenthalt zum Erlebnis machen und damit den langen Aufstieg abrunden.

Exakte Kostenberechnung

In den verwaltungsinternen Überlegungen sei man derzeit bereits über das Stadium reiner Visionen hinaus, so Vielhaber weiter. Daher werde man nun die Machbarkeitsstudie als „Bestandteil unserer Strategie für den städtebaulichen Denkmalschutz in Auftrag geben. Wir haben allerdings noch nicht darüber entschieden, wen wir mit dieser Sache betrauen werden.“

Vielhaber rechnet noch im laufenden Jahr mit Ergebnissen. Als Basis möglicher konkreter Planungen. Aber er macht zugleich deutlich: „Wir werden hier keine Luftschlösser bauen.“ Denn am Ende aller Überlegungen stehe die exakte Kostenberechnung. Weil letztlich nur umgesetzt werden könne, was finanziell vertretbar sei. Zudem sollen die erarbeiteten Vorschläge vor dem Gang in die Öffentlichkeit mit Heimatbund und Altstadtverein beraten werden.

Info

Eine DEHOGA-Studie aus 2014 bezeichnet den Schlossberg im derzeitigen Erscheinungsbild als eher uninteressant und von geringer Attraktivität.

Es fehle ein ausgeprägtes „besonderes Verkaufsmerkmal“.

Der Fußweg hinauf sei langweilig und ermüdend.

Fazit: Eine Aufwertung des Schlossbergs sei erforderlich.