Auf Erörterung folgt „runder Tisch“

Eine Entscheidung darüber, ob der Steinbruch Habbel nahe Müschede wie beantragt erweitert werden kann, fällt erst Ende 2015 oder Anfang 2016. Der Erörterungstermin trägt aber zur Versachlichung des Vorgangs bei.
Eine Entscheidung darüber, ob der Steinbruch Habbel nahe Müschede wie beantragt erweitert werden kann, fällt erst Ende 2015 oder Anfang 2016. Der Erörterungstermin trägt aber zur Versachlichung des Vorgangs bei.
Foto: www.blossey.eu

Müschede..  Alle Beteiligten bleiben im Gespräch – nach dem zweitägigen Erörterungstermin zum Antrag der Firma Ebel auf Erweiterung der Abbaufläche des Steinbruchs Habbel hat die Kreisverwaltung für Mitte August einen „runden Tisch“ anberaumt. „Nach den Ferien setzen wir uns erneut mit Vertretern der Stadt Arnsberg, der Bürgerinitiative Koha IV und der Firma Ebel zusammen“, erklärt Martin Reuther, Pressesprecher des Hochsauerlandkreises, „auch weitere Bewohner aus Müschede sind dazu willkommen.“

Heinz Nieder soll moderieren

Die Moderation soll Heinz Nieder übernehmen, der bereits den Erörterungstermin geleitet hat. Diesen wertet der „Sachgebietsleiter Immissionsschutz“ des Kreises als „intensiv, aber sachlich und fair.“ (siehe Drei Fragen, rechte Spalte). Lediglich der von einem Teilnehmer des Termins geäußerte Vorwurf, die Kreisverwaltung sei bei ihrer Entscheidungsfindung voreingenommen, bevorzuge den Antragsteller (wir berichteten), weist Nieder erneut entschieden zurück. Er habe bereits zahlreiche Erörterungstermine geleitet, aber einen solch massiven Vorwurf habe es noch nie gegeben, ärgert er sich. Lob kommt vom Antragsteller: „Anstrengend, aber sehr gewissenhaft und sehr professionell durchgeführt“, urteilt Burkhard Ebel auf Anfrage dieser Zeitung über den Ablauf des Erörterungstermins.

Die Chancen für eine Genehmigung der beantragten Erweiterung bewertet der Geschäftsführer des Steinbruch-Betriebes als „weiterhin sehr hoch“. Jetzt gelte es, ­Detailfragen zu klären.

„Wir hoffen auf einen erfolgreichen runden Tisch im August“, sagt Ebel – und betont: „Wir sind für sachliche Gespräche stets ­offen.“ Sachlichkeit müsse vor ­allem Grundlage aller technischen Fragen sein. Ein Vergleich mit der benachbarten Firma Lanwehr – wie er während des Termins erfolgt ist – sei wegen der unterschiedlichen Topographie beider Steinbrüche wenig zielführend. Trotzdem signalisiert die Firma Ebel in Saschen Einschränkungen/technische Verfahren Kompromissbereitschaft. „Wir werden schon auf einen Nenner kommen“, meint Burkhard Ebel; „Techniker“ aus Reihen der Bürgerinitiative seien diesbezüglich schon auf ihn zugekommen.

Und was sagt die BI selbst? Auch Josef Reichenbruch stellt der Veranstaltung grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus. Der Koha-IV-Sprecher kündigt für heute eine detaillierte Stellungnahme „seiner“ BI an, die zuvor noch von deren Rechtsanwälten geprüft werde.