Auf den Bühnen toben die Narren

Mit einem Klodeckel-Tanz sorgt die alte GVU-Garde für den Anfangsschwung.
Mit einem Klodeckel-Tanz sorgt die alte GVU-Garde für den Anfangsschwung.
Foto: WP

Hüsten, Müschede, Bruchhausen..  Der Bazillus Carnevalis hat beim großen Endspurt der fünften Jahreszeit (fast) alle Jecken angesteckt - am vergangenen Samstag hieß die Devise: Karneval - überall!

Der Gesellschaftliche Verein Unterhüsten (GVU) feierte ein karnevalistisches Jubiläum: Zum 55. Mal (fünf mal elf) fand die beliebte Karnevals-Party für Erwachsene statt. Dazu begrüßte Sitzungspräsident Dirk Herrmann auch eine starke Abordnung des Moosfelder Schützenvereins mit ihrem Königspaar sowie zwei Tanzgarden der Hüstener Karnevalsgesellschaft, die schon seit 40 Jahren mit Show- und Gardetänzen den Unterhüstener Karneval bereichert.

Männerballett und Sketche

Ansonsten bestritten Eigengewächse das bunte Programm: die alte und junge Garde, Büttenreden von Martin Deimel und Rosi Unger, Ralf Gaukstern als Andreas Gaballier und Heino, das Männerballett und ein Sketch der Gruppe Phillip. Nach drei Stunden närrischen Humors wurde dann bei Musik und guter Laune noch lange weiter gefeiert.

In Müschede setzten mehr als 1100 bunt verkleidete Närrinnen und Narren – unter anderem Hexen, Schornsteinfeger, wilde Piraten, zahlreiche „Franziskaner“ und, und, und... – eine über 20-jährige karnevalistische Tradition fort, bei der schon legendären gemeinsamen Karnevalsfete des Musikvereins und des TuS Müschede in der Schützenhalle - und das in diesem Jahr am Valentinstag.

Party pur war also angesagt, bei Musik der DJs PK One und Dave Dee, die für den coolen Sound sorgten, zu dem LJ Fredde die ­passenden Light- und Videoshow zeigte. Viel junges Volk - zumeist in Gruppen - tummelte sich auf dem Tanzparkett und hatte Spaß an der Freud’.

Bunt verkleidete Narren

Auch in Bruchhausen herrschte der karnevalistische Ausnahmezustand. Auch hier bestimmten mehr als 450 bunt verkleidete Karnevalsjecken das Geschehen in der passend dekorierten Schützenhalle. Der Vereinsring hatte im 50. Jahr seines Bestehens die Bruchhausener Enten zum dritten Mal eingeladen zur Veranstaltung „Karneval Pur“. Fazit vorab: Die Wiederbelebung des Vereinsring-Karnevals vor zwei Jahren ist voll geglückt und wird auch wohl weiter Bestand haben.

Beim Einmarsch der HüKaGe-Tanzgarde zu den Klängen des Musikvereins Bruchhausen, unter der Leitung von Heiko Britten, staunte die Narrenschar nicht schlecht: den Hüstener Tanzmädchen hatte sich eine passend kostümierte Maid aus dem Entendorf angeschlossen, die aber, wie sich schnell herausstellte, mehr maskulin als feminin war. Der Name: Dominik Strocka, der durchs närrische Programm führte.

Nach der zündenden Büttenrede von Steffi Luttermann als „Zugezogene“ (mit ihrem Erwin), die wieder viel Neues aus Entenhausen und aus ihrem Eheleben zu berichten wusste, begrüßte Vereinsringvorsitzender Ewald Hille die Narrenschar. Er wünschte: „Der Spaß soll Euch alle im Übermaß befallen, bis dann irgendwann die Hallentüren zufallen“. Deshalb: „Gucken Sie nicht zu früh auf die Uhr, Sie wissen doch, Sie sind beim Karneval Pur“.

Zahlreiche Raketen

Zahlreiche Raketen wurden an diesem Abend noch gezündet, denn es wurde eine gelungene Mischung aus Tanz, Sketchen, Büttreden und Gesang geboten - und zwischendurch kräftig geschunkelt. Auch wurden wieder die originellsten Kostüme prämiert. Alles in allem: ein vergnüglicher Abend, den man sich schon für das nächste Jahr wieder vorgemerkt hat.