Auf dem Weg zu neuer Größe

Arnsberg..  In wenigen Wochen soll die umfassende Sanierung von Klostergebäude Wedinghausen und Propsteikirche anlaufen. Damit soll die historische Stätte nicht nur zum Zentrum des pastoralen Raums Arnsberg, sondern zugleich zu einem geistigen Zentrum mit Strahlkraft weit in die Region hinein entwickelt werden. Erzbistum Paderborn und Laurentiusgemeinde investieren 2,5 Mio. Euro in das Vorhaben. Der Anteil der Gemeinde liegt bei etwa 500.000 Euro.

„Bei dieser Investition handelt es sich um die größte Renovierung der ehemaligen Klosteranlage seit 200 Jahren,“ sagt Propst und Dechant Hubertus Böttcher. Und Arbeiten von diesem enormen Umfang werde es dort wohl auch niemals mehr geben. Dies jedenfalls habe ihm eine Vertreterin der Oberen Denkmalbehörde erklärt.

Immerhin: Der Arbeitskatalog ist - wie berichtet - sehr umfangreich. Die Dächer werden erneuert, die Innenräume für die Unterbringung der geistlichen „Shalom“-Bewegung hergerichtet und Klostergebäude sowie -kirche erhalten einen neuen Verputz und Anstrich. Und der Klostergarten „mit der vielleicht schönsten Aussicht in Arnsberg“ (Hubertus Böttcher) soll in diesem Zuge umgestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Investition von 2,5 Mio. Euro

In den derzeitigen Garagen an der Prälaturstraße unmittelbar am „Hirschberger Tor“ wird zudem ein Jugend-Café als Begegnungsstätte eröffnen. „Weil wir künftig als Kirche mehr auf die jungen Menschen zugehen wollen.“ Schließlich, so Böttcher, befinden sich im Umfeld Wedinghausens zahlreiche Schulen unterschiedlichster Form, die von über 2000 Schülern besucht würden. So die formulierten Ziele des Projektes.

Aktuell befinde man sich am Ende der vor sechs Monaten eingeleiteten Planungsphase für die Umsetzung. „Dies alles in enger Abstimmung mit der Oberen und Unteren Denkmalbehörde.“ Dabei galt es zum Beispiel zu klären, welcher Abschnitt der langen Klostergeschichte mit der Sanierung bzw. Restaurierung abgebildet werden soll. „Wir haben uns dann nach intensiven Gesprächen auf den Zustand geeinigt, als das Kloster in der Säkularisation zur Pfarrei wurde.“

Auch die Frage zu Beginn der Sanierungsüberlegungen, ob man Flickwerk betreiben oder zum großen Wurf ausholen wolle, sei schnell geklärt worden: der große Wurf. „Weil wir nur so zu einem geistigen Zentrum werden können. Dies ist auch ganz im Sinne unseres Bischofs.“

Im Mai sollen nun erste Arbeiten an der Struktur beginnen. „Wenn dann die erforderlichen Genehmigungen von Stadt und Erzbistum Paderborn vorliegen,“ so Dechant Böttcher, „werden die Außenarbeiten im Monat darauf anlaufen. Unser Traum ist dabei die komplette Fertigstellung zu Ostern 2016.“

Übrigens: Aufgrund dieses Vorhabens habe man das große Gerüst, das für die längst abgeschlossene Sanierung der maroden Stützmauer unterhalb des Klosterbereichs benötigt worden war, vor Ort belassen.

„Weil es auch für die künftigen Arbeiten erforderlich ist. Ein Ab- und neuerlicher Aufbau des Gerüstes wäre uns nämlich erheblich teurer geworden.“