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Street-Art-Kunst

Auf dem Gutenbergplatz verliert ab sofort niemand mehr den Faden

09.08.2012 | 10:22 Uhr
Auf dem Gutenbergplatz verliert ab sofort niemand mehr den Faden
„Partnerlook“: Strickerin Constanze Carmichael und das „Butterbettchen“.

Arnsberg. So mancher Hund dürfte gestern Morgen beim Gassi gehen auf dem Gutenbergplatz „von den Socken“ gewesen sein. Die 47 ­„Poller“ auf dem weiten Areal waren fein säuberlich mit buntem Strickwerk überzogen - und auch viele der dort angesiedelten Bäume hatten sich über Nacht in zahl­reichen Wollfäden verstrickt...

„Von den Socken“ stammen auch die Grundfragmente der soliden Handarbeit, genauer gesagt von Einzelsocken, die immer mal wieder im Geschäft von Helga und Monika Dölemeyer angeliefert werden. Aber was soll man bloß mit einer einzelnen Socke anfangen? Klar: „Graffiti Stricken“!

Eine Idee war geboren, obwohl, um ganz ehrlich zu sein, das „Wollknäuel des Anstoßes“ findet sich in den USA, genauer gesagt in Texas. Dort verzierte im Jahr 2005 eine Dame namens Magda Sayeg eine Türklinke mit blau-rosa Strick.

„Eine Kundin hat sich im Internet schlau gemacht, uns mit Vorlagen und Fotos versorgt - von da an war es ein Selbstläufer“, erinnert sich Monika Dölemeyer an die Geburtsstunde der gestrickten Street-Art-Kunst in Arnsberg. Die schlug offiziell am 23. Februar 2012. Seitdem haben insgesamt fünf „nadelgesteuerte“ Damen fast jeden Tag mindestens fünf Stunden Zeit investiert, um jede Menge kleiner und größerer Kunstwerke zu produzieren. „Eigentlich wollen wir anonym bleiben“, meint die Juniorchefin von „Handarbeiten Sattig“, „aber wir kommen alle aus dem Umfeld des Gutenbergplatzes.“

Der liegt ihnen am Herzen, und so war klar, dort muss die Aktion öffentlich gemacht werden! Die Ränder wurden abgeschritten, die Poller und Bäume gezählt, anschließend drauf los gestrickt.

Und wie kam der Kunstsommer ins Spiel? „Wir haben das Kulturbüro angerufen“, berichtet „Mit­strickerin“ Constanze Carmichael, „auch, um beim Dekorieren des Platzes auf der sicheren Seite zu sein.“ Im alten Rathaus waren alle auf Anhieb begeistert, und erledigten den „Papierkram“ gleich mit...

Kulturbüro-Mitarbeiterin Katrin Ueberholz regte außerdem an, Bewohnerinnen und Mitarbeiter des Seniorenheims „Zum guten Hirten“ in die Aktion mit einzubinden.

Dienstagabend war es dann soweit, vier Stunden Arbeit wurden benötigt, um alles ordentlich zu „verstricken...“

„Das Gesamtwerk ist ein Geschenk an die Bürger zum Kunstsommer 2012“, hofft das ­Quintett, dass seine Mühe nicht von Vandalismus überschattet wird.

Und die Vierbeiner müssen auch nicht auf die Couch: „Wir haben ­alle Strickereien recht hundefreundlich angebracht“, meint Monika Dölemeyer augenzwinkernd.

Torsten Koch


Kommentare
09.08.2012
12:29
Auf dem Gutenbergplatz verliert ab sofort niemand mehr den Faden
von Arnsberger321 | #1

Sommerloch?! Oder warum wird über diesen Mist aus den Staaten zweimal berichtet?!

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