Auch Ampelmännchen kommen irgendwann in die Wechseljahre

An der Uentroper Straße läuft der Austausch bereits. Für den Übergang ist eine mobile Ampel installiert. Ende nächster Woche soll alles erledigt sein.
An der Uentroper Straße läuft der Austausch bereits. Für den Übergang ist eine mobile Ampel installiert. Ende nächster Woche soll alles erledigt sein.
Foto: WP

Arnsberg..  Neue Lichtzeichenanlagen braucht die Stadt, denn auch ein Ampelmännchen wird nicht jünger.

Derzeit bereitet der Landesbetrieb Straßen.NRW an vier Standorten im Stadtgebiet den Austausch von Ampeln vor; an der Bundesstraße 229 im Bereich der Ortsdurchfahrt Müschede wurde bereits eine Anlage erneuert. Und die Stadt Arnsberg muss nicht einen Euro dazu bezahlen:

„Bedingt durch den Baulastwechsel vor etwa zwei Jahren liegen die betroffenen Ampelanlagen nun im Zuständigkeitsbereich von Straßen.NRW“, erklärt Stadtsprecherin Stephanie Schnura auf Anfrage.

Und wo liegen sie auf dem Stadtplan? Eine regelt den Verkehr an Landesstraßen, drei weitere stehen an Bundesstraßen in Arnsberg.

Wo genau, weiß David Müller vom Landesbetrieb: Es handelt sich um die Fußgängerampeln an der Grimmestraße (B 229) und der Uentroper Straße (B 7) im Ortsteil Arnsberg, an der Voßwinkeler Straße (B7, Höhe Sparkasse) in Voßwinkel sowie an der L 544 (Herdringer Weg), zwischen Hüsten und Her­dringen.

Allesamt 25 Jahre und älter

„Störungen vermeiden und Fußgängern – vor allem Schulkindern – eine sichere Überquerung der Straße ermöglichen“, begründet der Mitarbeiter der Niederlassung Sauerland/Hochstift mit Sitz in Meschede die Tausch-Maßnahme. Die vorhandenen Ampeln seien allesamt 25 Jahre oder älter, die Technik nicht mehr auf dem erforderlichen Stand. An der Uentroper Straße ist das „alte Schätzchen“ schon abmontiert, bis Ende nächster Woche soll die moderne Nachfolgerin stehen. In der Zwischenzeit regelt eine eigens aufgestellte mobile Ersatzampel den Verkehr. Etwa eine Woche dauert der Austausch, der mit ­Kosten von jeweils 15 000 Euro verbunden ist – finanziert aus Mitteln des Landes NRW bzw. des Bundes. An der Grimmestraße könnte es länger dauern und teurer werden. „Dort wollen wir mit den Kabeln unter die Erde“, sagt Müller. Diese liegen derzeit noch hoch über der Straße, die ausführende Firma arbeite an einer Lösung.

Darum wird nach Abschluss der Baumaßnahme Uentroper Straße als nächstes Voßwinkel an der Reihe sein. Die neuen Anlagen arbeiten übrigens allesamt mit LED. Das senkt die Betriebskosten erheblich und führt dazu, dass sich die neuen Ampeln irgendwann refinanzieren.