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Arnsberger Tradition, die begeistert

28.03.2016 | 14:50 Uhr
Arnsberger Tradition, die begeistert
Zwei Highlights - ein Bild: Während das Osterfeuer brennt, fasziniert ein Höhenfeuerwerk die Besucher auf dem Kreuzberg.Foto: Wiebke Becker

Arnsberg.   Hunderte Besucher ziehen mit Fackeln den Kreuzberg hinauf zum Osterfeuer. Spektakuläres Höhenfeuerwerk

Langsam schlängelt sich die Prozession aus lodernden Fackeln den Kreuzberg hinauf. Mit dem Einbruch der Dunkelheit versammeln sich am Ostersonntag wieder traditionell hunderte Besucher an der Wennigloher Straße, um den einen Moment zu erleben: Das Entfachen des Arnsberger Osterfeuers. Nach und nach schieben sich die Menschen hinauf Richtung Kreuzbergkirche, wo der 13 Meter hohe Haufen aus rund 3000 Fichtenschanzen auf der Osterfeuerwiese steht.

Für Karl-Heinz Meyer und Manfred Rüther ist es ein ganz besonderer Abend: Der Heimatbund übertrug ihnen die Ehre, das Feuer anzuzünden, gegen 21 Uhr ist es dann soweit. Mit einer gewissen Ehrfurcht treten die Auserkorenen an das Osterfeuer heran, die Menge jubelt, der stramme Wind tut den Rest - schnell brennt das Holz, der Kreuzberg wird in warmes, rotes Licht getaucht.

Karl-Heinz Meyer (l.) und Manfred Rüther entzünden am Sonntag das Osterfeuer auf dem Kreuzberg. Für die beiden sozial engagierten Arnsberger eine besondere Ehre. Foto: Jochem Ottersbach

„Auch wenn man schon seit über 25 Jahren beim Osterfeuer dabei ist, ist es doch etwas ganz besonderes, wenn man das Feuer selber anzünden darf“, resümiert Manfred Rüther seine Erfahrung. Karl-Heinz Meyer zeigt sich „überrascht, dass so viele Menschen heute hier sind. Das zeigt, dass wir diese Tradition bewahren müssen.“

Doch nicht alles verläuft nach Brauch: In diesem Jahr fehlt erstmals das „lebende Kreuz“, das sonst die Fackelträger auf der Osterfeuerwiese bildeten. Aus Sicherheitsgründen aber müssen am Sonntag alle ihre Fackeln beim Eintreffen an der Wiese in Tonnen werfen - was zeitweise leider zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung führte.

Trotzdem ist das Osterfeuer für viele Menschen aus Arnsberg und Umgebung jedes Jahr aufs Neue ein Highlight: „Das Osterfeuer gehört einfach dazu“, sagt der 27-jährige Mark Tolle aus Arnsberg, „mit meinen Eltern bin ich schon als Kind hier hoch gekommen.“ Für andere ist das Osterfeuer die Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen: „Ich komme immer gerne hier hoch, hier trifft man so viele Leute, das ist einfach schön“, findet Steffi, 35 aus Arnsberg.

Das 13 Meter hohe Osterfeuer bietet, vom Wind kräftig angefacht, ein imposantes Bild. Foto: Jochem Ottersbach

Als das Feuerwerk beginnt, gerät sogar das riesige, lodernde Osterfeuer in Vergessenheit: Alle drehen sich Richtung Kreuzbergkirche, die Köpfe in den Nacken gerichtet. Natürlich gehen Smartphones und Kameras in die Luft, das klischeehafte „Ohhhh - Aaaaaaah“ fehlt natürlich auch nicht. Zehn Minuten lang erleuchtet das spektakuläre Höhenfeuerwerk, finanziert durch Spenden der Bevölkerung, den Himmel über Arnsberg.

Krishan van der Kooi

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2016-03-28 14:50
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