Arnsberger „ProBe“-Projekt bringt seine Stärken in landesweite Berufsorientierung ein

ProBe
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Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Das Herzstück des Arnsberger Berufsorientierungskonzepts fließt vor Ort auch in das neue landesweite Konzept „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ein. 50 000 Euro von der Bürgerstiftung.

Arnsberg..  Die Bürgerstiftung Arnsberg wird das von ihr im Jahr 2008 initiierte Berufsorientierungsprojekt ProBe für junge Menschen an Haupt- und Förderschulen auch im laufenden Jahr mit rund 50 000 Euro unterstützen. Das teilte die Bürgerstiftung jetzt mit. In dieser Woche erhielten 141 Schülerinnen und Schüler im Berufsbildungszentrum der kooperierenden Handwerkskammer Südwestfalen ihre Zertifikate.

Das Projekt stand vorübergehend auf der Kippe, weil durch das ähnlich angelegte NRW-weite Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), das auch im Hochsauerlandkreis startet, entsprechende Fördermittel umverteilt wurden.

„Jetzt haben die Beteiligten aber einen Weg gefunden, der beide Programme miteinander verzahnt“, freut sich die Bürgerstiftung. So sollen die theoretischen Elemente von ProBe, das bisher 1800 Arnsberger Schüler durchlaufen haben, über das Projekt KAoA abgedeckt werden. Erhalten bleiben aber die für ProBe so wichtigen und intensiven Werkphasen, bei denen die Jugendlichen in verschiedene Ausbildungsberufe hineinschnuppern und Einblicke gewinnen. Auch die fiktiven Bewerbungsgespräche mit heimischen Unternehmen bleiben ein fester Bestandteil der Arnsberger Berufsorientierung. „Beide Bausteine von ProBe mit starkem Praxisbezug bereiten die Jugendlichen besonders gut auf den Berufsstart vor“, sagt Geschäftsführerin Petra Schmitz-Hermes von der Bürgerstiftung Arnsberg, „wir sind froh, dass sie als Herzstück erhalten bleiben“.

ProBe beginnt in Arnsberg im zweiten Halbjahr der 7. Klasse und dauert bis zum Ende der 9. Klasse. Die Werkstattphase vermittelt wichtige Praxiserfahrung und stellt bereits Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben her.