Arnsberger Karnevals-Rakete steigt

Britta Teichmüller als Grufti, Anke Rüther als Hippie und Nadja Jahn als flotte Biene feierten ausgelassen Karneval im Gemeindesaal Hl. Kreuz.
Britta Teichmüller als Grufti, Anke Rüther als Hippie und Nadja Jahn als flotte Biene feierten ausgelassen Karneval im Gemeindesaal Hl. Kreuz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gleich an mehreren Orten im alten Arnsberg zündete die Karnevalsrakete. Allerorts wurde ein ideenreiches Programm geboten.

Arnsberg..  Die heiße Phase des Karnevals hat begonnen, überall in den Sälen längs der Ruhr übernahmen die Närrinnen und Narren am Wochenende auf zahlreichen Feiern die Macht. Schunkelnd und lachend geht es jetzt auf die Zielgerade der Session zu, denn am Aschermittwoch ist ja bekanntlich wieder alles vorbei.

Stimmungsvolles „Pius-Helau“

Beim Frauenkarneval der kfd St. Pius eroberte der Nachwuchs mit zwei grandiosen Stücken als „Feuervögel“ und „Blues Kids“ die Bühne des proppenvollen Gemeindesaals. Unter dem Motto „Lieder, Klatscher, Lacher – Pius-Karneval ist der Kracher!“ führten Ulrike Ruland und Sabine Kleine in gepunkteten Fünfziger-Jahre-Kleidern durch ein buntes Jecken-Programm. Nach dem Einlauf aller Aktiven als „1. FK Pius“ sorgten die drei Flaschengeister „Wer“, „Wie“ und „Weiß ich nicht“ für Verwirrung auf dem Podium. Nach der Pause gab es eine große Schlagerparade, bevor die Pius-Fußballschaft zum Finale antrat. Für Schunkelmusik und viel „Pius-Helau“ sorgten wie gewohnt die „Andithos“, nach dem Programm feierten die bunt kostümierten Närrinnen noch ausgelassen weiter.

„Fünfte-Jahreszeit-Konzert“

Spaß haben und was Gutes tun war im Ratskeller bei Marina Benfer angesagt. Hier spielten die Pauerländer beim nunmehr zehnten „Fünfte-Jahreszeit-Konzert“ traditionelle und neue Karnevalslieder, diesmal zugunsten der neu aufgebauten Wintroper Kapelle. Wie berichtet, war das Kapellchen im vergangenen Jahr abgebrannt, die Schönstatt-Familie Arnsberg hatte mit viel Engagement und zahlreichen Spenden den Wiederaufbau ermöglicht. Für Restarbeiten fehlt allerdings noch Geld. Das aufgestellte rosa Sparschwein füllte sich am Freitagabend im Ratskeller zusehends, der symbolische Scheck wird dann nach den tollen Tagen übergeben.

Pastor Salzmann in der Bütt

Wenn Pastor Dirk Salzmann in die Bütt steigt, ist Stimmung im Saal garantiert. Ausgelassenene Stimmung herrschte auch auf dem Schreppenberg beim Gemeindekarneval Heilig Kreuz. Irmgard Hesse moderierte ein närrisches Programm unter dem Thema „Glanz und Gloria am Broadway“. Pastor Dirk Salzmann als „Blötschkopf vom Klosterberg“ zog wie in schon vielen Veranstaltungen dieser Session wieder alle Register seines büttenrednerischen Könnens und nahm aktuelle Arnsberger Themen aufs Korn. „In der Stadt gibt es einige Ruinen wie die ‚Schlossruine’ oder die ‚Hallenbadruine’, nur auf dem Schreppenberg gibt’s so was nicht“. Salzmann erklärte daraufhin die Gegend um die Heilig Kreuz Kirche zur „ruinenfreien Zone“. Viel Beifall erntete Karsten Hering mit seinem Schlager-Mix, kurz vor Schluss begeisterten die „Siepe-Singers“ mit einer schwungvollen Musical-Show.

Auch KLAKAG-Prinz Alexander (Pusch) „der jecke Schütze“ machte mit großen Gefolge aus Paginnen und Adjutanten sowie dem Schlosstäubchen Sina Orth und der Prinzengarde den Karnevalisten auf dem Schreppenberg seine Aufwartung.