Arnsberger Frauenberatungsstelle legt Jahresbericht 2014 vor

Die Frauenberatungsstelle Arnsberg stellt ihren Jahresbericht 2014 vor.
Die Frauenberatungsstelle Arnsberg stellt ihren Jahresbericht 2014 vor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
2014 war für das Beratungsteam der Frauenberatungsstelle Arnsberg ein arbeitsintensives Jahr. Der Jahresbericht liegt nun in der Stadt aus.

Arnsberg..  Nun halten sie ihn in den Händen: Der Jahresbericht der Frauenberatungsstelle Arnsberg ist fertig. Zufrieden schauen Diplom-Pädagogin Uschi Plenge und Diplom-Sozialarbeiterin Ursula Hoffmann auf das, was sie im Kalenderjahr 2014 geleistet haben. „Es macht uns schon ein bisschen stolz“, freut sich Plenge.

444 Frauen haben 2014 die Einzelberatung in Anspruch genommen. Insgesamt 1470 Termine haben Plenge und Hoffmann durchgeführt. Damit liegen sie ganz im Trend der vergangenen Jahre. „Die Statistik ist seit mehreren Jahren konstant“, sagt Uschi Plenge. „2013 waren es zum Beispiel 446 Frauen. Mehr ist auch nicht drin.“ Das liege vor allem an den begrenzten personellen Kapazitäten: Fast die gesamte Arbeit stemmt die Beratungsstelle mit 1,5 Personalstellen. „Wir sind schon froh, dass wir neben unseren beiden 30-Stunden-Stellen mittlerweile eine 10-Stunden-Kraft für das Büro haben“, sagt Hoffmann. „Wir kämpfen schon ganz lange für mehr Personal.“

Gesamter HSK zählt zum Einzugsgebiet

Denn der Bedarf an Beratung sei eigentlich größer als das Angebot, ist sich Hoffmann sicher. Zum Einzugsgebiet der Arnsberger Frauenberatungsstelle gehört fast der gesamte Hochsauerlandkreis, dazu Soest und Werl. Lediglich eine weitere Beratungsstelle in Meschede gibt es in der Region. „Die Frauen, die tatsächlich hierher kommen, haben schon einen Riesenschritt gemacht“, sagt Ursula Hoffmann. Die Dunkelziffer der Frauen, die eigentlich Hilfe bräuchten, sei indes viel größer.

In den meisten Fällen suchen die Frauen die Beratungsstelle auf, weil sie – aktuell oder in der Vergangenheit – Opfer psychischer oder physischer Gewalt geworden sind, wozu auch die Bereiche sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und Stalking fallen. Andere Themenfelder sind etwa berufliche Probleme, Gesundheit/psychische und psychosomatische Erkrankungen, Erziehungsfragen, Trennung/Scheidung/Beziehungsprobleme. Teilweise sind die Probleme vielschichtig gelagert und fallen in mehrere Teilbereiche.

Fortbildung für Kita-Mitarbeiter

Neben den Einzelberatungen umfasst die Arbeit der Frauenberatungsstelle zudem ein breites Veranstaltungsangebot: Im Jahr 2014 lud sie unter anderem zu Vorträgen von Rechtsanwälten zum Scheidungsrecht oder zum Arbeitslosengeld II ein. Plenge und Hoffmann organisierten Fortbildungen für Übungsleiter zum Thema „Sexueller Missbrauch an Jungen und Mädchen – Vereine können schützen und helfen“. In diesem Bereich arbeitete die Beratungsstelle auch präventiv mit Kita-Mitarbeitern zusammen.

Reise durch das Arbeitsjahr 2014

Erhältlich ist der Jahresbericht ab sofort in der Frauenberatungsstelle, in Arztpraxen, in städtischen Stellen und in anderen Beratungsstellen. Uschi Plenge hält ihn in der Hand und sagt:„Der Bericht ist wie eine Reise durch unser letztes Arbeitsjahr.“