Arnsberg und Sundern im LEADER-Programm

Zum Auftakt des interkommunalen LEADER-Projekts diskutierten Bürger aus  Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade auch bei einem Workshop in Neheim.
Zum Auftakt des interkommunalen LEADER-Projekts diskutierten Bürger aus Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade auch bei einem Workshop in Neheim.
Foto: WP
Große Freude in Arnsberg und Sundern: Die gemeinsame Bewerbung mit Neuenrade und Balve auf Anerkennung als europäisch geförderte LEADER-Region war von Erfolg gekrönt. Jetzt beginnt die konkrete Projektarbeit.

Arnsberg/Sundern..  Die von den Städten Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade gemeinsam vorangetriebene Bewerbung um die Teilnahme am LEADER-Projekt zur Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit im ländlichen Raum hat überzeugt: Die Bewerbung wurde angenommen und verspricht nun auch die finanzielle Förderung diverser Vorhaben, die die Kommunen zukunftsfähig machen sollen.

In einer ersten Stellungnahme im sozialen Netzwerk Twitter spricht Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel von „neuen Möglichkeiten bürgerschaftlicher Gestaltung“. Er dankte allen, die an der Bewerbung mitgearbeitet haben.

Zuden maßgeblichen Organisatoren gehört Klaus Fröhlich aus dem Fachbereich Stadtwentwicklung bei der Stadt Arnsberg. Er hatte schon vor der Abgabe der Bewerbung angekündigt, dass die eigentliche Arbeit erst mit der Anerkennung als LEADER-Region beginnen würde. Im Vorfeld waren in mehreren Runden auch unter starker Beteiligung von Bürgern und Handelnden der Städte Ideen, Ziele und Wünsche gesammelt worden. An die Umsetzung geht es jetzt.

Das LEADER-Programm hat sich zum Ziel gesetzt, ländliche Regionen in ihren Entwicklungspro­zessen hin zu einer Zukunftsfähigkeit zu stärken. Auf dem Weg dahin, der von dem externen Planungsbüro Stein+Schulz aus Frankfurt unterstützt wurde, ist Bürgerbeteiligung groß geschrieben. Erste Ideen für Einzelprojekte wurden daher in öffentlichen Workshops gesammelt, die in allen beteiligten Städten stattfanden. „Wichtig bei jedem Einzelprojekt ist die Einbindung in einer Gesamtstrategie“, sagt Klaus Fröhlich von der Stadt Arnsberg. Er organisierte lokal den LEADER-Prozess.

In die Bewerbungsunterlagen eingeflossen sind auch die Beschlüsse der beteiligten Kommunen über eine gemeinsame Bewerbung sowie über den Willen, den ­finanziellen Eigenanteil zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie sicherzustellen.

Die entsprechenden Entschlüsse haben alle Räte Ende vergangenen Jahres gefasst. Der Arnsberger Eigenanteil wäre ab 2016 rund 20 000 Euro pro Jahr. In Nordrhein-Westfalen werden bis 24 LEADER-Regionen ausgewählt und mit dann mit bis zu 3,1 Millionen Euro gefördert. Die Entscheidung wurde über ein Ranking durch ein fachkundiges Gremium unter Vorsitz des NRW-Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz gefasst. Ab Herbst müssen die ausgewählten Regionen dann eine lokale Arbeitsgruppe einrichten und ein Regionalmanagement installieren, ehe die tatsächliche projektbezogene Arbeit ab 2016 beginnt.