Arbeitsreiches Jubiläum
11.08.2009 | 16:56 Uhr 2009-08-11T16:56:00+0200
Arnsberg. (koch) Im einhundertsten Jahr seines Bestehens stemmt der SV Arnsberg 09 ein Großprojekt.
Erst der Blick aus der Vogelperspektive macht dem Betrachter das gewaltige Ausmaß des Vorhabens so richtig bewusst: Mit dem Umbau seiner Sportanlage hat sich der Sportverein Arnsberg 09 im Jubiläumsjahr jede Menge Arbeit auferlegt.Denn der SV 09 fungiert bei der Durchführung der Maßnahme als alleiniger Bauherr. „Wir als Stadt liefern nur Geld und technische Unterstützung”, erklärte Dirk Hammel gestern im Gespräch mit der WP. Wobei das „nur” durchaus als leichtes „Understatement” des Stadtpressesprechers durchgehen könnte: Immerhin 220 000 Euro fließen aus dem Stadtsäckel in das ehrgeizige Projekt. Die Verwaltung muss für die Sanierung von „Tennenplätzen” im Stadtgebiet aufkommen. „Die genannte Summe ergibt sich aus den Kosten, die nach dem Hochwasser vor zwei Jahren zur Beseitigung der Schäden ermittelt wurden”, führt Dirk Hammel weiter aus. Wie berichtet, waren Stadt und Verein nach den Überschwemmungen im August 2007 quasi gezwungen, sowohl eine Platzrenovierung in Angriff zu nehmen als auch Pläne zu entwickeln, um künftige Überschwemmungen zu vermeiden. Beide Parteien kamen damals überein, den alten Ascheplatz durch eine moderne Variante mit Kunstrasenbelag zu ersetzen. „Die Mehrkosten trägt der Verein”, stellt der Stadtsprecher fest. Um diese finanziellen Mittel aufbringen zu können, haben die 09er einige Aktionen auf die Beine gestellt. So können Spender symbolisch Parzellen des neuen Spielfeldes erwerben oder auch über ein Download-Formular im Internet (http://www.sv-arnsberg09-damen.de/0000009b69145ec0d/index.html) spenden. Potenzielle Gönner leisten auf diesem Weg auch einen wichtigen sozialen Beitrag: Denn neben rund 60 Erwachsenen (zwei Senioren- und eine Altherren-Mannschaft) jagen über 200 Jungen und Mädchen in zwölf Juniorenteams am „Eichholz” dem „runden Leder” hinterher. Dies müssen sie übrigens nach Fertigstellung der neuen Anlage — voraussichtlich im Oktober dieses Jahres — unter leicht veränderten Bedingungen tun: Zugunsten der Ruhr-Renaturierung wird das neue Spielfeld um 90 Grad gedreht, damit der Fluss künftig mehr Ausbreitungsflächen hat.
