App-Zocke wirkungsvoll vermeiden

„Stop“ für Abzocke per Smartphone: Verbraucherberaterin Petra Golly (links) und ihre Kollegin Marlies Albus, Leiterin der Verbraucherzentrale Arnsberg, bieten „Hilfe zur Abhilfe“ an.
„Stop“ für Abzocke per Smartphone: Verbraucherberaterin Petra Golly (links) und ihre Kollegin Marlies Albus, Leiterin der Verbraucherzentrale Arnsberg, bieten „Hilfe zur Abhilfe“ an.
Foto: WP

Arnsberg..  Der Schrecken nähert sich zunächst meist schleichend – beim Blick auf die Handyrechnung: Wo kommen denn die 9,99 Euro für „sonstige Dienstleistungen“ her, und wer zum Teufel ist bloß der Anbieter „Happy Talk“?

Etwa 60 Opfer in Arnsberg

Etwa 50 bis 60 Arnsberger haben sich seit Jahresbeginn wohl diese oder ähnliche Fragen gestellt – und anschließend die örtliche Verbraucherzentrale kontaktiert. Die „Dunkelziffer“ ist vermutlich sehr viel höher, denn: „Abzocke per Smartphone ist seit Januar dieses Jahres äußerst akut geworden, wir haben im Schnitt täglich eine Rechtsberatung oder -vertretung“, wie Verbraucherberaterin Petra Golly berichtet. Sie und ihre Kollegin Marlies Albus bieten darum „Hilfe zur Abhilfe“ an, denn die Verbraucherzentralen in NRW nehmen den diesjährigen Weltverbrauchertag zum Anlass, um ausführlich über das Übel „Smart­phone-Abzocke“ aufzuklären.

Wirkungsvoll und ohne Kompromisse schützt eine sogenannte „Drittanbietersperre“.

„Diese Lösung ist sicher von Anfang an – und auf Dauer“, erklärt Petra Golly, wie sich Smartphone- und Tablet-Nutzer wirkungsvoll vor der perfiden Abo-Masche schützen können. Ein Schreiben an den jeweiligen Mobilfunk-Anbieter genügt, um seine Handynummer für die Abbuchung von Diensten fremder Firmen sperren zu lassen. Musterbriefe und weiteres Informationsmaterial hält die Neheimer Niederlassung der Verbraucherzentrale NRW bereit.

Die Materie ist komplex, und wer bereits unbeabsichtigt das falsche Knöpfchen gedrückt oder den „verhängnisvollen“ Anhang geöffnet hat, bleibt zunächst einmal an seinem neuen „Abo“ hängen. Schnell reagieren ist dann angesagt, damit der „Dienst, den die Welt nicht braucht“, wieder entfernt werden kann – ohne (bleibenden) finanziellen Schaden.

Je länger der Betroffene wartet, desto komplizierter wird es, sich zu wehren – verbunden mit reichlich Schreibkram und Zeitverlust...

Also besser die Chance zur persönlichen Beratung nutzen: Wer mehr darüber wissen möchte, wie verdeckte „App-Zocke“ funktioniert und wie man sich wirkungsvoll schützen kann, sollte beim Aktionstag am morgigen ­Donnerstag, 17. März (9 bis 18 Uhr) in der Beratungsstelle, Burgstraße 5 in Neheim, vorbei schauen.