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Eickel und Spindeldreher

Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

02.02.2012 | 16:29 Uhr
Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren
Bitter: Das Amtsgericht Arnsberg hat das Insolvenzverfahren für die Eickel und Spindeldreher GmbH und deren Unternehmenstochter „Oeventroper Kunststofftechnik GmbH“ eröffnet.

Oeventrop.  Das Amtsgericht Arnsberg hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Eickel und Spindeldreher GmbH sowie deren Tochter Oeventroper Kunststofftechnik GmbH eröffnet. 31 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wurde bereits gekündigt. Sie sind mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Geschäftsbetrieb selbst läuft unverändert weiter.

Das Amtsgericht Arnsberg hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Eickel und Spindeldreher GmbH sowie deren Tochter Oeventroper Kunststofftechnik GmbH eröffnet. 31 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wurde bereits gekündigt. Sie sind mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Geschäftsbetrieb selbst läuft unverändert weiter.

Ein herber Schlag für die Betroffenen und den Ortsteil Oeventrop. Allerdings, sagt Dr. Axel Kampmann (Dortmund) als einer der beiden bestellten Insolvenzverwalter, sei im Sozialplan festgeschrieben worden, „dass diese Mitarbeiter, sollte sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens positiv entwickeln, bei möglichen Wiedereinstellungen vorrangig berücksichtigt werden“.

Produktion für Weißgeräte-Industrie

Wie Kampmann weiter erklärte, stehe man in intensiven Verhandlungen mit interessierten Investoren. „Die Gespräche sind bislang sehr ernst verlaufen.“ So sei er durchaus optimistisch, zu einem erfolgreichen Abschluss zu gelangen. „Einige der Interessenten sind direkt aus der Branche, andere strategische Investoren.“ Personen oder Gesellschaften also, die bereits über mehrere Unternehmen verfügen und die den Ankauf eines weiteren Betriebes als gute Investition betrachten. „Wie sind gerade dabei, für die potenziellen Käufer das erforderliche Zahlenmaterial zusammenzustellen.“ Oberstes Ziel dabei: Einen Investor finden, der die beiden Unternehmen am bisherigen Standort weiterführt.

Ein konkreter Zeitrahmen für den Verkauf, erläuterte Dr. Axel Kampmann, der die Verhandlungen gemeinsam mit seinem Kollegen Martin Buchheister (Lüdenscheid) vorantreibt, lasse sich jedoch nicht nennen. „Grundsätzlich aber gilt: Je eher, desto besser. Vor allem für die Mitarbeiter.“ Das sind aktuell noch 88 Frauen und Männer.

Eickel und Spindeldreher sowie die Tochter Oeventroper Kunststofftechnik haben sich auf Herstellung und Weiterverarbeitung von Kunststoffelementen besonders für die sogenannte „Weißgeräte“-Industrie spezialisiert. Hauptprodukte sind Abdeckplatten für Wasch- und Spülmaschinen.

Aufträge nach Osteuropa verloren

Die Insolvenz ist auf erhebliche Umsatzrückgänge in 2011 zurückzuführen. Der Grund: Maßgebliche Kunden haben ihre Aufträge nach Osteuropa vergeben. Zudem konnten die stark erhöhten Rohstoffpreise nicht kompensiert werden. Der Geschäftsbetrieb beider Unternehmen wurde aber seit Anordnung des „Insolvenzeröffnungsverfahrens“ am 27. Dezember 2011 nicht unterbrochen.

Achim Gieseke

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