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Sanierung des Berufskollegs

Am Berliner Platz droht ein „Millionen-Grab“

20.02.2016 | 08:00 Uhr
Am Berliner Platz droht ein „Millionen-Grab“
Die Decken der Häuser 1, 2 und 3 des HSK-Berufskollegs am Berliner Platz müssen dringend saniert werden – doch das wird teuer...Foto: Ted Jones

Hüsten. Dass drei Gebäude des HSK-Berufskollegs Berliner Platz dringend saniert werden müssen, steht bereits seit Monaten fest (wie berichtet) – doch die jetzt von der Kreisverwaltung vorgelegte Kostenermittlung lässt aufhorchen: Eine Sanierung der Decken in den Häusern 1, 2 und 3 – inklusive Kosten für Ersatzräume, De-/Remontagen von Einrichtungen und Umzugskosten – verschlingt satte 17,114 Mio. Euro.

Noch teurer wäre die Alternative „Abbruch und Neubau“: Kosten für den Abbruch 2,928 Mio. Euro plus Kosten für einen Neubau 24,719 Mio Euro macht 27,647 Mio. Euro.

Letzterer Kostenschätzung liegen die gleichen Bruttogrundrissflächen wie vorhanden zugrunde, aufgeteilt auf drei neue Baukörper – kurz gesagt; es würde im Verhältnis eins zu eins neu gebaut.

Doch angesichts zu erwartender rückläufiger Schülerzahlen in den ­kommenden Jahren mache es durchaus Sinn, Alternativen zur „1:1-Sanierung“ des Kollegs zu entwickeln, tritt der HSK schon vorab auf die „Kostenbremse“. Allerdings kann die Kreisverwaltung selbst diese Alternativen nicht zeitnah entwickeln und schlägt vor, „die weitere Planung mit externer Unterstützung vorzunehmen“.

Externe Beratungsorganisationen

Drei Angebote von Beratungsorganisationen liegen vor, diese könnten zügig ein umfassendes Entwicklungskonzept auf die Beine stellen, das außerdem das Mescheder Berufskolleg mit einbeziehen soll:

„Verlagerung von Bildungsgängen in andere Berufskollegs, Zusammenlegung einzelner Bildungsgänge, verstärkte Kooperation und Abstimmung mit dem BK Bergkloster Bestwig und/oder Berufskollegs in Nachbarkreisen, Verbesserung der Raumnutzung in den BKs, Schichtbetrieb, Verlagerung an Schulen in der Stadt Arnsberg“ – es gibt zahlreiche Optionen. Schulausschuss und Kreistag entscheiden bis Anfang März darüber, ob die Verwaltung ein solches, etwa 70 000 Euro teures Entwicklungskonzept in Auftrag geben soll. Außerdem gilt es, weitere „Hausaufgaben“ zu machen: Für die Entscheidungen zum (eingeschränkten) Weiterbetrieb des Berufskollegs Berliner Platz ist es erforderlich, bisher in der Schulentwicklungsplanung enthaltene Prognosen zu künftigen Schülerzahlen auf den neuesten Stand zu bringen, so der HSK. Ein Verzicht auf das Hüstener Kolleg sei aber – schon angesichts der hohen Schülerzahl – kein Thema, erklärt Kreissprecher Martin Reuther auf Anfrage.

Torsten Koch

Kommentare
21.02.2016
10:40
Finde den (Denk-)Fehler...
von Julihahn | #1

...
da kümmern sich wohlmeinende, weitsichtige Wissende, und hoffentlich nicht nur profilierungssüchtige Politker, um mehr Lehrpersonal in und an...
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2016-02-20 08:00
Arnsberg