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Altes Hallenbad: Abrissbirne oder ein weiteres Stockwerk

26.10.2012 | 23:00 Uhr
Altes Hallenbad: Abrissbirne oder ein weiteres Stockwerk
Trostloser Anblick: Der Eingangsbereich des alten Arnsberger Hallenbades.Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Tatsächlich endlich Bewegung in Sachen altes Hallenbad am Feauxweg? Das Investorenauswahlverfahren jedenfalls hat laut Stadt Arnsberg zu einem realisierungsfähigen Beitrag geführt: hochwertiges Wohnen bei gleichzeitiger sportlicher Nutzung. Die wahrscheinlichste Alternative ist nach Einschätzung der Stadtplaner jedoch der Abriss des Bauwerks.

Es ist schon ein Trauerspiel, was sich seit der von Protesten auch des SV Aegir begleiteten Schließung im Jahr 2004 rund um das Hallenbad abspielt. Immer wieder neue Nutzungsvorschläge aus Politik und Bürgerschaft, aber keinerlei konkreten Pläne. Weil das Geld für eine Umsetzung nicht vorhanden ist. So heißt es immer wieder von offizieller Seite.

Allerdings: Die Entscheidung für den Bau des Freizeitbades „Nass“ fiel damals nicht aus heiterem Himmel. Eigentlich Zeit genug also, in Ruhe eine sinnvolle Folgenutzung für das architektonisch durchaus interessante Gebäude am Schulzentrum Feauxweg zu entwickeln. Zumal kurz vor der Schließung der Saunatrakt des Bades noch aufwändig saniert wurde.

Nun - nach dem aktuellen Stand der Dinge - zeichnen sich letztlich zwei Lösungen ab:

Alternative 1 als Ergebnis des Investorenauswahlverfahrens: eine architektonisch ansprechende Aufstockung des Gebäudes mit zeitgemäßer und hochwertiger Wohnnutzung. Darin eingebunden im Sockelbereich, so der Vorschlag, Nutzungen für Sport und Freizeit. Wie am Freitag aus dem Rathaus zu erfahren war, soll dieses Konzept noch bis Ende des Jahres soweit konkretisiert und mit einem Finanzierungs- bzw. Investitionsplan hinterlegt werden, dass bereits Anfang 2013 eine abschließende Entscheidung getroffen werden kann.

Alternative 2, die im Rathaus als die derzeit wahrscheinlichste Option gehandelt wird, sollte Alternative 1 nicht zum Tragen kommen: Das alte Hallenbad wird abgerissen, das Grundstück zur Freifläche zurückgebaut und so die dortige Ruhraue aufgewertet. Alle anderen bisher vorgetragenen Nutzungsideen wie Spielhaus, Vereinshaus oder zum Beispiel Ausstellungsraum für Kunst seien zwar grundsätzlich denkbar, würden aber unter dem Strich immense Kosten in Sachen Bau, Betrieb und Energie verursachen.

Denn eine energetische Sanierung des einstigen Schwimmbades sei unumgänglich. Und genau hier liegt für die Rathausplaner die eigentliche Schwierigkeit - und nicht in der Ideenfindung. Ideen gebe es schließlich genug. Für allein ausschlaggebend gehalten werden in der Verwaltung Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und Finanzierung. Deshalb habe man sich auch für ein bundesweites Investorenauswahlverfahren entschieden. Mit dem Ziel, eine privatwirtschaftliche Folgenutzung zu entwickeln. Mit obigem Ergebnis.

Die Frist für diesen Wettbewerb läuft bis Ende 2012.

Achim Gieseke

Kommentare
02.11.2012
15:44
Altes Hallenbad: Abrissbirne oder ein weiteres Stockwerk
von neheimer | #1

Es gibt in einen Interessenten, welcher das Hallenbad kaufen möchte und es in Fitnesstudio umbauen möchte. Nach einer Besichtung des Bades wurde dem...
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2012-10-26 23:00
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