Alte Inschriften werden wieder lesbar

Eine Liste nennt immerhin 84 erhaltenswerte Grabstätten, von denen einige bereits verschwunden sind. Auch dem letzten Krieg sind etliche zum Opfer gefallen.

2012 hat sich eine Projektgruppe mit der Zielsetzung gegründet, dieses erhaltenswerte Kleinod zu restaurieren, kultivieren oder wenigstens den Verfall zu stoppen, zumal der Stadt die Mittel dazu fehlen.

Initiiert von Seniortrainer Norbert Baumeister arbeiten etwa 15 Bürger – meist im Rentenalter – mit Unterstützung der Engagementförderung der Stadt und Spendengeldern mit Herzblut an der Erhaltung des Friedhofs und dessen Parklandschaft.

Tonnenschwere Grabsteine

Auch mit Beginn des Frühjahrs wuchten sie wieder umgefallene oder in Schräglage geratene, teils tonnenschwere Grabsteine in ihre ursprüngliche Position, bessern Ornamente, Platten, Kreuze und Grabeinfassungen aus, machen Inschriften wieder lesbar, bepflanzen neu und entfernen Gestrüpp, wobei manch steinernes Zeugnis zu Tage kommt.

Führungen möglich

Neben diesem beachtenswerten körperlichen Einsatz wird zugleich auch in akribischer Archivarbeit die Geschichte wichtiger Persönlichkeiten und Familien erforscht. Zwecks späterer Dokumentation.

Mitglieder der Projektgruppe „Erhaltet den Eichholzfriedhof“ bieten inzwischen für Einzelpersonen und Gruppen Führungen an, bei denen man sich mit Erstaunen überzeugen kann, wie viel bereits zum Erhalt des Friedhofs und dessen Natur geleistet wurde. Aber auch darüber, dass noch sehr viel Arbeit zu tun ist.