Abscheulich

Vor 150 Jahren ging in den Vereinigten Staaten ein langer Bürgerkrieg zu Ende, in dem die fortschrittlichen Nordstaaten für das Ende der Sklaverei kämpften. Ganz im Sinne der Freiheitsrechte. Und natürlich spielten - wie in jedem Krieg - auch wirtschaftliche Gründe eine sehr bedeutsame Rolle. Sei’s drum: Das Ende der Sklaverei war ein hehres Ziel, selbst wenn es den farbigen Amerikanern danach nicht unbedingt viel besser erging. Wie gesagt: Das alles ist 150 Jahre her. Da verwundert es den Laien schon, dass sich beispielsweise in South Carolina noch heute Menschen über die Niederlage des „stolzen“ Südens grämen. Vor allem, wenn man sich ein abscheuliches Inserat vor Augen führt, das 1839 in einer Zeitung in New Orleans erschien. Da heißt es: „Neger zu verkaufen. Eine 24-jährige Negerin mit zwei Kindern im Alter von 8 und 13 Jahren. Besagte Neger werden je nach Wunsch einzeln oder zusammen verkauft.“ Besser kann man ein den Menschen verachtendes System wohl nicht beschreiben.

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