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58 Euro minus für Familie Mustermann

27.01.2009 | 10:52 Uhr

Arnsberg. In diesem Jahr muss die Arnsberger Durchschnittsfamilie - nennen wir sie Familie Mustermann - nicht viel tiefer in die Tasche greifen als in 2008. Zumindest nicht für die "Arnsberg- Kosten": Die meisten Preise bleiben nämlich stabil. Einzig Busfahrkarten und Strom steigen leicht an.

Klar - die Lebenshaltungskosten steigen. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Aber wieviel mehr muss unsere Arnsberger Durchschnittsfamilie für Dienste in ihrer Heimatstadt bezahlen? Um wieviel teurer wird das Leben von Klaus und Beate mit ihren Kindern Johanna und Max? Die WP hat eine kleine Jahresrechnung der Arnsberg-Kosten von Mustermanns und deren Golden Retriever Bello aufgestellt.

Strom Die Mustermanns verbrauchen 3 500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Wie 35 000 andere Arnsberger sind auch sie Kunden beim Energieanbieter RWE. In 2008 haben Mustermanns 20,11 Cent pro Kilowattstunde gezahlt - aber zum 1. April 2009 steigt der Strompreis auf 21,66 Cent. Nur der jährliche Grundpreis von 78 Euro bleibt gleich. Das ergibt für unsere vierköpfige Familie Mehrkosten von 40 Euro bis Dezember.

Gas Strom steigt, Gas geht runter: Seit 1. Januar zahlen die Mustermanns für ihre Gasheizung 0,2 Cent weniger pro Kilowattstunde. Auch die Prognose ist positiv: Ab April soll der Gaspreis laut RWE weiter sinken. Zurzeit kostet eine Kilowattstunde 7,78 Cent. Von September bis Dezember 2008 lag der Preis bei 8,28 Cent, von Januar bis August 2008 bei 6,40 Cent. Gerechnet wird hier in 20 000 Kilowattstunden - das ist der Durchschnittswert einer vierköpfigen Familie. 2008 zahlten die Mustermanns 1 686 Euro im Jahr, für 2009 sehen die Prognosen für die 20 000 Arnsberger Gaskunden positiv aus.

Busticket Beate Mustermann fährt anders als Ehemann Klaus mit dem Bus zur Arbeit. Dafür muss sie seit Januar mehr zahlen: Die Monatsabokarte der Verkehrsgesellschaft Ruhr-Lippe wird teurer und steigt von 34 Euro auf 34,95 Euro - ein Plus von 0,95 Cent im Monat und 11,40 Euro im Jahr.

Nicht erhöht Die Kosten für die Müllabfuhr bleiben gleich: 2008 zahlten Mustermanns 68,64 Euro für ihre 120-Liter-Tonne. Pro Leerung kommen 7,18 Euro hinzu. Hier ändert sich nichts. Auch die Grundsteuern für das Einfamilienhaus der Mustermanns bleiben gleich.

Für Familienhund Bello kassiert sie Stadt weiterhin 80 Euro Hundesteuer im Jahr.

Ebenso bleiben die Kosten für den städtischen Winterdienst die gleichen - nämlich 1,28 Euro pro laufendem Meter. Eine gute Nachricht: Die Kosten könnten in 2009 um bis zu 40 Prozent sinken, so die Prognose der Stadt.

Auch Beate Mustermanns VHS-Kurse sind 2008 und 2009 gleich teuer, ebenso wie ein Familienkarte für das Freizeitbad Nass.

Gesamtrechnung Unterm Strich ergibt sich für unsere Beispielfamilie Mustermann ein Plus von 58 Euro Arnsberg-Kosten im Jahr. Sinken aber wie angekündigt die Gaspreise der RWE und auch die Gebühren für den städtischen Winterdienst tatsächlich bald, könnte sich das Minus in Klaus und Beates Geldbörse jedoch wieder ausgleichen.

Von Marius Kemper und Kristina Mader

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