55 Erkrankte nach Verdacht auf Noro-Virus im Sauerland

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Was wir bereits wissen
55 der insgesamt 120 Teilnehmer eines Freizeitlagers der Arnsberger Jugendfeuerwehr sind an Brechdurchfall erkrankt. Es besteht Verdacht auf eine Infektion mit Noro-Viren.

Arnsberg.. Am vergangenen Samstagnachmittag hatte das Gesundheitsamt im Hochsauerlandkreis noch 21 Erkrankte registriert. Die Behörde geht allerdings davon aus, dass mit 55 Erkrankten nunmehr der Höhepunkt bei den Infektionen erreicht ist. Denn sollte sich die Vermutung des Gesundheitsamtes bestätigen, dass es sich um ein Norovirus als Krankheitserreger handelt, dann wäre damit eine Inkubationszeit von 48 Stunden verbunden.

Noro-Virus Beim Gespräch unserer Redaktion mit dem Gesundheitsamt waren schon mehr als 48 Stunden nach Ausbruch der Krankheit vergangen. Das Freizeitlager, das ursprünglich vier Tage lang in der Schützenhalle in Schmallenberg-Grafschaft stattfinden sollte, war von der Jugendfeuerwehr in der Nacht zum Samstag aufgrund plötzlichen Brechdurchfalls von etwa 16 Teilnehmern abgebrochen worden.

Ob es sich tatsächlich um ein Norovirus handelt, kann erst aufgrund von Laborergebnissen gesagt werden, die noch ausstehen und bis Ende dieser Woche erwartet werden. Das Amt hatte Stuhlproben und Lageressens-Proben genommen. „Alle bisher 55 Erkrankten waren Lager-Teilnehmer“, so das Gesundheitsamt.

Familienangehörige wohl nicht infiziert

Die Behörde hat keine Erkenntnisse darüber, ob sich auch Familienangehörige der Infizierten angesteckt haben. Dies hält das Amt zumindest im größeren Umfang für unwahrscheinlich, weil im praktischen medizinischen Alltag die Behörde davon Kenntnis erhalten hätte, auch wenn Ärzte dies für Privatpersonen nicht hätten melden müssen.

Das Amt beruhigt berufstätige Angehörige der Infizierten: „Jeder darf zur Arbeit gehen, der keine Krankheitssymptome hat. Er ist nicht ansteckend.“