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Trauer

5,5 Hektar Arnsberger Friedhofsfläche sollen außer Dienst gestellt werden

05.09.2012 | 10:00 Uhr
5,5 Hektar Arnsberger Friedhofsfläche sollen außer Dienst gestellt werden
Friedhof NiedereimerFoto: Ted Jones

Arnsberg.  Es sind die stillen Orte der Trauer. Auf 15 Friedhöfen und 43,5 Hektar gedenken die Arnsberger ihrer verstorbenen Angehörigen. Zu Beginn des Jahres 2013 ­sollen davon in Teilflächen 5,5 Hektar außer Dienst gestellt werden. „Der Wandel der Friedhofs- und Bestattungskultur hat dazu geführt, dass der Bedarf an Friedhofsflächen erheblich zurückgegangen ist“, sagt die Verwaltung.

Das Thema „Friedhofs-Still­legung“ hat die Stadt schon seit dem Jahr 2008 auf dem Radar, seit das Institut für Kommunale Haushaltswirtschaft die Maßnahme gutachterlich empfohlen hat. Aktuell gehen die Pläne durch die Ausschüsse und den Rat - und sie wirken alternativlos.

Mehr Urnen- statt Sarggräber, rückläufiger Friedhofsbesuch der jüngeren Generation, zunehmende Zahl von Anträgen auf vorzeitige Einebnungen und Trend zu alternativen Bestattungsformen sind schlagende Argumente.

Zu teuer sind Pflege und Unterhaltung nicht genutzter Flächen durch die öffentliche Hand. Sofort entwidmet - das hat es bislang in der Stadt noch nicht gegeben - und damit anderen Nutzungen zugänglich gemacht werden sollen nun aber nur jeweils ca. 1400 qm in Bruchhausen und Oelinghausen. Ansonsten steht zunächst eine Außerdienststellung von Teilflächen an. In Bruchhausen (2400 qm), Niedereimer (3900 qm), Oelinghausen (1390 qm), Oeventrop (3060 qm), Rumbeck (2061 qm), Rumbecker Holz (21 473 qm), Sunderner Straße (15 700 qm) und Uentrop (2083 qm) bleiben die betroffenen Flächen als Friedhof erhalten, jedoch werden dort keine neuen Grabrechte vergeben. Eine Ehegattenregelung ist vorgesehen.

In Bachum will ein bürgerschaftlicher Friedhofsverein die Beisetzungsstätte des Dorfes dauerhaft erhalten. In Uentrop scheiterte die Gründung eines Trägervereins.

Und was kommt danach? Für den 1970 geschlossenen, aber noch entwidmeten Möhnefriedhof Neheim wurden keine schlüssigen Zukunftskonzepte für eine Nutzung zur Reduzierung pflegeintensiver Grünflächen gefunden. Private Waldbauern zeigen kein Interesse an einer Aufforstung. Der Arnsberger Eichholzfriedhof ­wurde 1954 geschlossen.

Martin Haselhorst


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