400 Jecken feiern im Neheimer Kaiserhaus
06.02.2012 | 13:34 Uhr 2012-02-06T13:34:00+0100
Neheim.Nach ihrem Jubiläumsmotto „75 Jahre, ganz famos – in Neheim ist der Möppel los“ feierte die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim ihre Prunksitzung im Neheimer Kaiserhaus. Mit ihnen feierten knapp 400 Narren und Jecken die fünfte Jahreszeit.
Karnevalspräsidentin Gertrud Franke konnte wieder zahlreiche Gastvereine und Vertreter des öffentlichen Lebens aus der Stadt und sauerländischen Region begrüßen.
Zum ersten Mal im ganz großen Rahmen stellte sich das neue Prinzenpaar Jörg I. und Nicole I. (Tack) dem närrischen Publikum vor, mit dabei das Kinderprinzenpaar Leon I. (Kossmann) und Isabell II (Bendler). Dann hieß es Bühne frei für die Akteure des Abends. Mit viel Schwung und Beweglichkeit legten die Junioren-, Jugend- und Damentanzgarden mit ihren Garde- und Showtänze los. Mit dabei nach vier Jahren das Tanzmariechen Nicole Pfeiffer mit ihren temporeichen Soloauftritt.
Einen Ausschnitt aus dem Musical „Tarzan und Jan“ zeigte die Juniorentanzgarde. Zu einer Stippvisite kam Gloria Gaynor (Peter Keßler) mit ihrem Song „I am what I am“ auf die Bühne. Es wurde nicht nur getanzt und gesungen, es gab auch jede Menge witziges aus der Bütt. So berichtete „Roberta“ (Manfred Grütling) wieder Pikantes aus ihrem Eheleben mit „Egon“. Die aus Hachen stammende „Ganzkörper-Übersetzerin“ Dörte Schulte-Klöten (Relindis Bergmann) verdeutlichte mit ihrem gesamten Körper, was der Song „Ein bisschen Frieden“ eigentlich ausdrückt. Ohne eine Zugabe kam sie nicht von der Bühne.
Trotz der närrischen Fröhlichkeit im Neheimer Kaiserhaus gab es noch einen Wermutstropfen. Das „Wau-Wau-Quintett“ (WWQ) gab bekannt, dass sie sich nach 45 Jahren auflösen werden. Am 29. Dezember 2011 hatten sich die fünf Musiker des WWQ dazu entschlossen. Ihr letzter Auftritt wird am 2. Juni beim Dies-Internationalis“ sein. „Wir werden uns neu formieren, um weiter als ganz normale Band aufzutreten. Ein Bassist und ein Schlagzeuger werden hinzu kommen“, so Songwriter Rolf Giese. Die Sängerinnen Sarah Giese und Monja Hunold verstärkten schon während der Prunksitzung das WWQ.
Als „Sid“ kam Felix Lehmann (14 Jahre) aus Rüthen zu Blau-Weiß. Er wusste, was der demografische Wandel mit sich bringt. Die Windschutzscheibe hat eine eingebaute Sehstärke von acht Dioptrien und der Tempomat geht nur bis 35 km/h.
Aus den Wortspiel-Fundus von Heinz Erhardt gab Stefan Wolf einiges zum Besten. Die Puppen „Egon Schock“ und „Otto Lacoste“ brachte Bauchredner „Addy Axon“ zum Sprechen. Die „ShowMo-tion“ reisten bei ihrem Showtanz mit dem Publikum quer durch Griechenland.
Den Abschluss bildete das Männerballett „Möppelboys“ mit einer Zeitreise durch 75 Jahre Musikgeschichte. Bei ihrem Auftritt sah man die Comedian Harmonists, Hans Albers, Elvis, Queen oder Blues Brothers und Village People.

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