37. Dies Internationalis: Eine Einheit der Nationen

Freundliche Begegnungen und leckeres Essen: Auf dem Dies Internationalis luden Speisen aus verschiedenen Regionen der Erde zu einer kulinarischen Weltreise ein.
Freundliche Begegnungen und leckeres Essen: Auf dem Dies Internationalis luden Speisen aus verschiedenen Regionen der Erde zu einer kulinarischen Weltreise ein.
Foto: Achim Benke
Was wir bereits wissen
Der 37. Dies Internationalis in Neheim brachte Arnsberger aus allen Kulturen zusammen. Ob eine kulinarische Weltreise, ein lockeres Gespräch oder ein gemeinsames Gebet, hier stand der Zusammenhalt im Vordergrund.

Neheim.. Seit nunmehr 46 Jahren wird der Dies Internationalis in der Stadt Arnsberg gefeiert. Die 37. Internationale Veranstaltung wurde durch den Jugendchor „St.-Petri“ aus Hüsten auf dem Neheimer Marktplatz eröffnet. Auf der Aktionsbühne sorgten wieder viele Tanz- und Folkloregruppen für angenehme Unterhaltung.

Ganz langes Open-Air-Restaurant

Unter den Arkaden boten die verschiedensten Nationalitäten ihre heimischen Köstlichkeiten an. Schon vor Beginn der Veranstaltung zogen die Besucher an den Ständen des wohl „längsten internationalen Open-Air-Restaurants“ in der Region vorbei und bestaunten die angebotenen Speisen.

Bei den Portugiesen waren die Sardinen hoch im Kurs. An den Ständen der türkischen Kulturvereine war es Lahmacun mit seinen Beilagen. Den größten Stand hatte der Marokkanische Kulturverein Arnsberg aufgebaut. Hier gab es eine Vielfalt an marokkanischem Gebäck. Die Küchen Griechenlands, Italiens, Syriens und Thailands komplettierten die Palette an Speisen aus verschiedenen Nationen. Am Stand des Förderverein Caltagirone gab es viel zu erzählen.

"Gelebte Willkommenskultur seit vielen Jahren"

Der Verein hatte im Mai seine Bürgertour sowie einen Schüleraustausch mit dem Franz-Stock-Gymnasium organisiert. „Viele der Mitgereisten kamen an unseren Stand und schwärmten noch von der Reise“, berichtet Georg Brüggemann. Die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner machte deutlich, dass die bunte Veranstaltung nur durch die gemeinsame Arbeit der Kulturvereine ein Gesamtwerk ergebe: „Das i-Tüpfelchen sind die vielen Besucher aus der gesamten Region. Das ist gelebte Willkommenskultur seit vielen Jahren, eine Einheit der Nationen.“

Für Cem Gökce ist es der erste „Dies-Internationalis“. Er ist seit August 2014 der Vorsitzende des Arnsberger Integrationsrates. Der 28-Jährige ist in Brilon geboren und studiert Sozialwissenschaften und Religionswissenschaft. „Der Dies-Internationalis ist ein tolles Zeichen der Vielfalt. Es ist schade, dass das Fest nur einmal im Jahr stattfindet. Durch die Gemütlichkeit beim Essen an den Ständen kommt man ohne Umschweife ins Gespräch.“

60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 der Sekundarschule „Agnes-Wenke-Schule“ traten mit dem Song „We are the World“ auf. Gabriele Schüttelhöfer, die Vorsitzende des Internationalen Arbeitskreises, machte deutlich, dass nur gemeinsam den Flüchtlingen eine lebenswerte Zukunft in Arnsberg geboten werden könne.

Ein Zuhause gefunden

„Schon viele Menschen der 110 Nationen in unserer Stadt haben hier ein neues Zuhause gefunden, fühlen sich wohl und sicher“, betont Gabriele Schüttelhöfer. Das traditionelle Friedensgebet wurde durch das Glockengeläut der St.-Johannes-Kirche und den Gebetsruf Adhan eröffnet.

Die Gebete sprachen die Geistlichen Dietmar Schulte und Elisabeth Pakull und die Imams Adnan Al-Kabbani und Yusuf Yeniceri.